Politik : NS-Zwangsarbeiter: Mittelstand zahlt nicht

Namhafte Mittelstands-Unternehmen sperren sich nach Informationen des ARD-Magazins "Report" gegen einen Beitrag zur Entschädigung von NS-Zwangsarbeiter. Nach der Veröffentlichung einer so genannten schwarzen Liste von Firmen, die bisher nicht zahlten, verzeichnete die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft unterdessen neue Beitritte, berichteten die "Berliner Zeitung" und die Tageszeitung "taz" am Wochenende. "taz" und das ARD-Magazin "Kontraste" hatten die Liste von 189 Firmen mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Mark veröffentlicht, die dem Fonds bisher fernblieben.

Wie "Report" am heutigen Montag berichtet, wollen zahlreiche Mittelständler aber nicht zahlen. Der Hamburger Schuhhändler Ludwig Görtz kritisiere, dass der deutsche Verhandlungsführer Otto Graf Lambsdorff eine Lösung gefunden habe, die vor allem Konzernen nütze, die in den USA Geschäfte machten.

Nach Informationen von "Report" unterstützen große Teile des Mittelstandes die ablehnende Haltung. Die Wirtschaft hat bisher 3,3 Milliarden Mark von den fünf Milliarden Mark zusammen, die sie für die Entschädigungen zur Verfügung stellen will. Auch der Staat will fünf Milliarden Mark aufbringen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben