Politik : NS-Zwangsarbeiter: Schlechter Wechselkurs für Entschädigungen

Die ersten Geldbeträge zur Entschädigung ehemaliger polnischer NS-Zwangsarbeiter sind zu einem sehr ungünstigen Wechselkurs überwiesen worden. Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" habe das Geld in polnischen Zloty ausgezahlt, als der Kurs des Euro sich auf einem historischen Tiefstand befunden habe, berichtete die Zeitung "Rzeczpospolita". Bei der Überweisung von 29 Millionen Euro (56,7 Millionen Mark) sei am Freitag ein Kurs von 3,34 Zloty pro Euro zu Grunde gelegt worden, während der offizielle Tageskurs bei 3,40 Zloty gelegen habe.

Die Antragsfrist für die Entschädigung soll bis Ende dieses Jahres verlängert werden. Darauf haben sich die Bundestagsfraktionen geeinigt, wie das Büro des SPD-Abgeordneten Bernd Reuter mitteilte. Zusätzlich solle eine Frist eingeführt werden, innerhalb derer die Erben verstorbener Antragsteller ihre Rechte geltend machen können.

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