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NSA-Spionageaffäre : Früherer BND-Chef Wieck: Unter Freunden wird nicht spioniert

Spionieren unter Freunden, das gehört sich nicht, meint der frühere BND-Chef Georg Wieck. Deutsche Einrichtungen müssten sich stärker gegen Spionageprogramme schützen.

Die USA haben massenweise Mails und Telefongespräche auch in Deutschland ausspioniert.
Die USA haben massenweise Mails und Telefongespräche auch in Deutschland ausspioniert.Foto: dpa

Der frühere BND-Chef Hans Georg Wieck hat die öffentlich gewordenen Ausspähaktivitäten der USA kritisiert. "Es galt und gilt unter ,Freunden', keine nachrichtendienstliche Tätigkeit gegen das Partnerland (EU- und Nato-Mitgliedstaaten) durchzuführen. Wer es dennoch tut, trägt die politischen Folgekosten", sagte der frühere BND-Präsident Hans-Georg Wieck dem "Tagesspiegel". 

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) müsse "die Bedrohung deutscher Einrichtungen beurteilen und Abhilfe empfehlen", sagte Wieck, der von 1985 bis 1990 den BND leitete. Das BSI, das früher eine Abteilung des BND war, untersteht heute dem Bundesinnenministerium. (Tsp.)

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