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NSA-Whistleblower : US-Geheimdienstchef sieht größere Terrorbedrohung wegen Edward Snowden

Der Vorwurf klingt heftig: Hat Edward Snowden mit seinen NSA-Enthüllungen die Gefahr eines Terroranschlages in den USA vergrößert? Die US-Geheimdienstchefs haben dafür angeblich Beweise. Zwei Politiker der Sozialistischen Linkspartei nominierten den NSA-Whistleblower derweil am Mittwoch für den Friedensnobelpreis.

Für die einen ein Held. Ein Plakat huldigt dem NSA-Whistleblower Edward Snowden.
Für die einen ein Held. Ein Plakat huldigt dem NSA-Whistleblower Edward Snowden.Foto: AFP

US-Geheimdienstchefs haben den NSA-Enthüller Edward Snowden (30) für eine Zunahme der Terrorgefahr in den USA verantwortlich gemacht. Weil der flüchtige Computerspezialist zahlreiche vertrauliche Dokumente an die Medien gegeben habe, sei „die Nation weniger geschützt und ihr Volk weniger sicher“, sagte der Geheimdienstdirektor James Clapper am Mittwoch bei einer Anhörung im Senat in Washington. Es sei ein „tiefgreifender Schaden“ entstanden.

Terroristen hätten die Enthüllungen aufmerksam studiert und ihr Kommunikationsverhalten daraufhin bereits verändert, erklärte Clapper. Das habe die Arbeit der Spionagebehörden „viel, viel härter“ gemacht. Der Chef des Auslandsgeheimdienstes CIA, John Brennan, sagte in der Anhörung, es sei nun schwieriger, Terrorverdächtige zu finden und gegen die Bedrohungen vorzugehen. Clapper forderte Snowden auf, wenigstens den Rest der brisanten Dokumente an die USA zurückzugeben.

Die Enthüllungen des Edward Snowden - eine Chronologie
Aktion "Ein Bett für Snowden": Aktivisten werben am 05.06. vor dem Kölner Dom für Asyl für den Whistleblower Edward Snowden in Deutschland.Weitere Bilder anzeigen
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10.06.2014 09:55Aktion "Ein Bett für Snowden": Aktivisten werben am 05.06. vor dem Kölner Dom für Asyl für den Whistleblower Edward Snowden in...

Edward Snowden für Friedensnobelpreis nominiert

Nach Snowdens Angaben wurde bislang nur ein Bruchteil der entwendeten Dokumente geprüft und veröffentlicht.

Der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Snowden hatte mit den Enthüllungen tausender interner Dokumente öffentlich gemacht, wie die NSA weltweit Telefonate abhört, E-Mails mitliest und Regierungschefs ausspäht.
Unter den Betroffenen ist demnach auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Derzeit hält sich Snowden in Russland auf, wo er bis zum Sommer Asyl hat. Eine Rückkehr in sein Heimatland USA schließt er nach eigener Aussage derzeit aus. US-Justizminister Eric Holder hatte jüngst einen Gnadenerlass für ihn abgelehnt, sich aber für Gespräche offen gezeigt.

Snwoden wurde am Mittwoch für den Friedensnobelpreis nominiert.


Zwei norwegische Abgeordnete der Sozialistischen Linkspartei (SV) schlugen ihn offiziell vor. „Die öffentliche Debatte und die politischen Veränderungen, die auf seine Enthüllungen folgten, haben zu einer stabileren und friedlicheren Weltordnung beigetragen“, hieß es zur Begründung. Der Preis wird jedes Jahr am 10. Dezember in der norwegischen Hauptstadt Oslo verliehen. (dpa)

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