NSU-Prozess in München : Erste Verfassungsbeschwerde wegen Zuschauerregelung

Beim Bundesverfassungsgericht ist eine erste Beschwerde gegen die Zugangsregelungen zum NSU-Prozess in München eingegangen. Die Beschwerde richtet sich jedoch nicht gegen die Zugangsbeschränkungen für ausländische Journalisten.

Der Streit um den Zugang zum NSU-Prozess in München beschäftigt nun auch das Bundesverfassungsgericht.
Der Streit um den Zugang zum NSU-Prozess in München beschäftigt nun auch das Bundesverfassungsgericht.Foto: dpa

Der Streit um den Zugang zum NSU-Prozess in München beschäftigt nun auch das Bundesverfassungsgericht. Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag bestätigte, ist eine erste Beschwerde in Karlsruhe eingegangen. Nach einem Bericht des „Münchener Merkurs“ wehrt sich eine in Deutschland lebende Türkin dagegen, dass alle Zuschauer beim Betreten des Gerichtssaals ihren Ausweis kopieren lassen müssen. Darin sehe sie einen Eingriff in ihre Grundrechte.

Der Prozess gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) beginnt am 17. April vor dem Oberlandesgericht München. Das Gericht war vor allem in die Kritik geraten, weil es für türkische Medien keine festen Plätze im Gerichtssaal garantiert. Acht der zehn NSU-Mordopfer hatten türkische Wurzeln. (dpa)

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