Nuklear-Streit : "Israel bleibt ein Jahr für Zerstörung iranischer Atomanlagen"

Nach Meinung eines früheren Chefs des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad bleibt Israel ein Jahr zur Zerstörung der iranischen Atomanlagen. Auch militärische Optionen müssten seiner Meinung nach in Erwägung gezogen werden.

JerusalemSollte Israel nicht rechtzeitig Iran zum Abrüsten bewegen, bestehe die Gefahr, dass Israel das Ziel iranischer Atomwaffen werde, sagte Schavtai Schavit der britischen Zeitung "Sunday Telegraph". Auf diesen schlimmsten aller Fälle müsse Israel vorbereitet sein. Sollten sich Sanktionen als nicht wirksam erweisen, müssten alle Optionen, auch die militärische, auf dem Tisch bleiben.

Teheran hatte am Sonntag für den Fall eines israelischen Angriffs auf iranische Atomanlagen erneut mit einem Gegenschlag gedroht. Israel befinde sich in der Reichweite iranischer Raketen, warnte der Chef der Revolutionsgarden, Mohammed Ali Dschafari. US-Medienberichten zufolge beteiligten sich Ende Mai/Anfang Juni mehr als 100 israelische Kampfjets an einem Großmanöver in Griechenland, bei dem Angriffe auf Ziele in Iran geübt wurden. Der Westen verdächtigt Iran, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran weist dies zurück und betont, die Nukleartechnik lediglich zivil nutzen zu wollen. (imo/AFP)

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