Politik : Obama auf Blitzbesuch in Afghanistan

 Kabul/Washington - Während eines Überraschungsbesuch bei den US-Truppen in Afghanistan hat US-Präsident Barack Obama Probleme mit dem Militäreinsatz eingestanden. Vor Soldaten auf dem Stützpunkt Bagram zeigte sich Obama aber überzeugt, dass die Mission erfüllt werde. „Die Fortschritte kommen langsam, vor uns liegen schwierige Tage“. Am Ende werde die internationale Koalition im Kampf gegen die radikalislamischen Taliban die Oberhand behalten.

Obama beriet sich bei dem auf nur wenige Stunden angesetzten Besuch auch mit US-General David Petraeus, dem Oberbefehlshaber der internationalen Truppen. Eine direkte Zusammenkunft mit Staatschef Hamid Karsai musste allerdings ausfallen - wegen schlechten Wetters konnte Obama nicht wie geplant weiter nach Kabul fliegen. Stattdessen sprach er mit Karsai über Telefon.

Der Präsident dankte den Truppen für ihren Einsatz. Gerade zu Beginn der Weihnachtssaison „gibt es keinen Platz, wo ich lieber bin, als bei euch“, sagte er an die Soldaten gewandt. Aus Sicherheitsgründen war der Besuch zunächst geheim gehalten worden.

Obama hatte die Zahl der US-Soldaten im Land in diesem Jahr auf rund 100 000 erhöht. Während die Offensive gegen die Taliban zunächst auf erheblichen Widerstand stieß, sprechen US-Militärs seit einiger Zeit von einer Verbesserung der Sicherheitslage. Die Fortschritte seien bisher aber „unausgewogen“, urteilte das US-Verteidigungsministerium kürzlich in einem Bericht. dpa

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