Politik : Obama für mehr Kontrolle von Waffen Nach Amoklauf in Kino mit zwölf Toten

New Orleans - Nach dem jüngsten tödlichen Amoklauf in einem Kino in Aurora bei Denver hat US-Präsident Barack Obama Maßnahmen für eine Verschärfung der Waffenkontrollen angekündigt. Er werde sich im Kongress weiter für einen Konsens über Maßnahmen zur Reduzierung der Gewalt starkmachen, sagte Obama am Mittwoch in New Orleans. Zwar gebe die Verfassung allen US-Bürgern das Recht, Waffen zu tragen, doch dürften auch viele Waffenbesitzer der Meinung sein, „dass Sturmgewehre nicht in die Hände von Verbrechern gehören“ und „nichts auf den Straßen unserer Städte zu suchen haben“.

Viele Maßnahmen für weniger Gewalt seien am Widerstand im Kongress gescheitert – „insbesondere, wenn sie das Thema Waffen berührten“, führte Obama weiter fort. Doch sei er davon überzeugt, dass auch die Mehrheit der Besitzer von Gewehren dafür sei, „dass wir alles tun sollten, um Kriminelle am Kauf von Waffen zu hindern, dass psychisch Labile nicht so einfach an Waffen kommen“. Obama sagte, „diese Maßnahmen sollten nicht umstritten sein, sondern dem gesunden Menschenverstand entsprechen“. Im Präsidentschaftswahlkampf sind Obama und sein designierter Herausforderer Mitt Romney dem heiklen Thema deshalb bislang aus dem Weg gegangen.

Bei dem Amoklauf während einer „Batman“-Premiere hatte ein 24-jähriger Student in der Nacht zum vergangenen Freitag zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt. Über Wochen hinweg hatte er für seine Tat Munition und Waffen gehortet, darunter ein Sturmgewehr.

Der Amokläufer hat seine Mordpläne offenbar per Post an einen Psychiater verschickt. Die Medizin-Fakultät der Universität, wo James Holmes bis vor kurzem studierte, habe ein Paket mit einem Notizbuch voller „erschreckender“ Texte und Zeichnungen erhalten, berichteten US-Medien am Donnerstag übereinstimmend. AFP/dpa

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar