Obama-Liveblog zum Nachlesen : Bye, bye, Mr. President!

Puh, was für ein Tag in Berlin! Und das meint nicht nur die Hitze, das meint auch den Programm-Marathon der Obamas. Um Punkt 22.11 Uhr hob nun die "Air Force One" mit der Präsidentenfamilie in Tegel ab. Was bleibt? Ein Bekenntnis. Ein Appell. Und ein Versprechen. Lesen Sie die Ereignisse des Tages in unserem Blog nach.

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Im Himmel über Berlin. Die "Air Force One" hebt ab. Die Obamas verlassen Europa. Foto: AFP
Im Himmel über Berlin. Die "Air Force One" hebt ab. Die Obamas verlassen Europa.Foto: AFP

22:26 Uhr: Wir sagen Gute Nacht!

Liebe Leserinnen und Leser, die Obamas sind gestartet - und wir möchten uns nach einem langen, heißen und spannenden Tag von Ihnen verabschieden.

22:11 Uhr: Obama hat Berlin verlassen

Die Präsidentenmaschine Air Force One ist vom Flughafen Tegel abgehoben.

US-Präsident Barack Obama besucht Berlin
Berlin ist sein Pflaster. Jedenfalls hat man ihn mit Sympathie empfangen - mehr als 90 Prozent der Deutschen halten Obama für einen guten Präsidenten. Foto: dpaWeitere Bilder anzeigen
1 von 118Foto: afp
19.06.2013 23:00Berlin ist sein Pflaster. Jedenfalls hat man ihn mit Sympathie empfangen - mehr als 90 Prozent der Deutschen halten Obama für...

22:02 Uhr: Die Maschine rollt übers Feld

Der Abflug der "Air Force One" ist nur noch eine Frage von Minuten oder Sekunden.

22:01 Uhr: Was bleibt?

Ein guter Eindruck. Ein Versprechen. Eine Aufgabe für die Zukunft. War mehr zu erwarten? Wahrscheinlich nicht.

22:00 Uhr: The best is yet to come?

Die deutsch-amerikanischen Beziehungen haben eine Vitaminspritze bekommen. Es war dann doch ein Goodfeel-Besuch, trotz aller im Vorfeld vermeintlich trennenden, strittigen Themen: US-Abhörmethoden, Drohnen, Guantanamo, Syrien etc. etc.

21:57 Uhr: Abschiedsminuten

Das Präsidentenpaar, noch im Gala-Outfit, schreitet die Gangway hinauf.

21:55 Uhr: Obama sitzt in seinem fliegenden Oval Office

Das "Beast", der gepanzerte Wagen des US-Präsidenten fährt vor, das Ehepaar Obama, Barack (51) und Michelle (49) steigen aus.

21:51 Uhr: Ehren zum Abschied

Das Wachbataillon hat vor der Air Force One Aufstellung genommen - zum dritten Mal schon. Wahrscheinlich zum letzten Mal. Für heute.

21:49 Uhr: Polenz: Gutes Ende eines guten Tages

Ruprecht Polenz, der Vorsitzende des Auswärtigen Bundestagsausschusses, war mit seiner Frau beim Abendessen in Schloss Charlottenburg und lobte gegenüber dem Tagesspiegel die gelöste und fröhliche Stimmung. Das tropisch-heiße Berliner Wetter sei, neben der Politik, an allen Tischen das dominierende Thema gewesen. Wie schon am Brandenburger Tor habe Barack Obama die Herren sehr schnell aufgefordert, die Jackets abzulegen. Glücklicherweise standen diesmal nicht, wie bei früheren Essen im Schloss, auch noch Kerzen auf dem Tisch. Polenz gefiel die Musik, die gespielt wurde, sehr gut, eine Mischung aus deutscher Moderne (Boris Blacher) und amerikanischen Klassikern wie Duke Ellington und Glenn Miller. Insgesamt sei es, so Polenz, ein guter, harmonischer Ausklang eines Besuchs gewesen, der die enge Verbundenheit der USA und Deutschlands erneut bewusst gemacht habe.

21:47 Uhr: Obama unterwegs nach Tegel

Die Obamas sind unterwegs in Richtung Flughafen Tegel. Der Abschied naht

21:31 Uhr: Warten auf den Präsidenten

Obama und Michelle haben Verspätung. Eigentlich sollte es um 21.30 mit dem Flieger in Tegel losgehen. Doch vom Präsidentenpaar noch keine Spur. Offenbar haben sich die Obamas und die Kanzlerin trotz des anstrengenden Tages noch so einiges zu erzählen.

21:23: Falls mal ein Nachfolger für Joachim Gauck her muss...

21:00 Uhr: Obamas Töchter sind schon abflugbereit

Obamas Töchter Malia und Sasha sind schon am Airport und in die Präsidentenmaschine eingestiegen.

20:53 Uhr: Ein Blick nach Tegel

Auf dem Flughafen Tegel steht die Air Force One schon bereit für den Abflug der First Family.

20:25 Uhr: Panne bei Obama-Rede

Bei seiner Rede am Brandenburger Tor hatte Obama ausgerechnet mit seinem wichtigsten Werkzeug zu kämpfen. Die beiden Teleprompter, kleine Text-Projektoren rechts und links vom Rednerpult, funktionierten nicht richtig, wie US-Medien jetzt berichten. Seine Ansprache musste der Präsident in wesentlichen Teilen vom Papier ablesen. Mehrere mitgereiste US-Reporter, die Obama häufig bei Reden sehen, bemerkten seine untypisch zurückhaltende Gestik und seinen häufigen Blick nach unten. Ungeklärt ist, ob die Sonneneinstrahlung zu stark war oder ob es ein anderes Problem gab. Besonders für Obamas Kritiker, die über seine angebliche Abhängigkeit von Telepromptern witzeln, ist das Malheur ein gefundenes Fressen. Obama nahm sich dafür öffentlich schon einige Male selbstironisch auf die Schippe.

20:10 Uhr: Estragonpüree und Königsberger Klopse

Es ist der krönende Abschluss: Estragonpüree und Königsberger Klopse. Beim Gala-Dinner in Berlins Schloss Charlottenburg bekam US-Präsident Barack Obama am Mittwochabend eine Kostprobe des Charmes eher bodenständiger deutscher Küche. Schon unter der prallen Sonne am Brandenburger hatten sich Obama und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geherzt _ in der Preußenresidenz bekam der Arbeitsbesuch noch etwas mehr Glanz. Bereits vor dem Sterne-Menü wurden weitere Herzlichkeiten von „Barack“ und „Angela“ aufgetragen. Obama grüßte eingangs seiner Rede auf Deutsch: „Guten Abend“.

20:05 Uhr: Merkel beschwört unverbrüchliche Freundschaft mit den USA

Die Kanzlerin hat die deutsch-amerikanische Freundschaft in ihrer Tischrede als wichtige Grundlage zur Lösung globaler Sicherheits-, Umwelt- und Wirtschaftsprobleme bezeichnet. „Die Freundschaft zwischen unseren Ländern ist eng und sie ist unverbrüchlich“, sagte sie im Schloss Charlottenburg. Auch lange nach dem Ende des Kalten Krieges bleibe viel zu tun. Merkel erwähnte die Regulierung der Finanzmärkte, den Klimaschutz, den Kampf gegen die nukleare Gefahr und den Einsatz in Krisengebieten. "Das werden wir wieder gemeinsam lösen.“ Obama wiederum würdigte den Werdegang Merkels, die in der damaligen DDR aufgewachsen war. „Man muss seinen Jugendträumen treu bleiben. Das ist genau das, was Du geschafft hast.“ Zudem habe Merkel ihre Träume für Millionen von Menschen umgesetzt. Obama bezeichnete die Kanzlerin als eine "Inspiration" für die ganze Welt.

19:55 Uhr: Und was haben die Obama-Töchter gekauft?

Tja, das wüsste mancher wohl gern. Pssst: Wir verraten Ihnen ein Geheimnis. Wir haben nämlich mit Theresa Plötz gesprochen. Theresa Plötz ist jene Verkäuferin im Ampelmännchen-Geschäft in den Potsdamer Allee-Arcaden, die vom Einmarsch der Obama-Töchter vor wenigen Minuten völlig überrascht wurde. "Den ganzen Tag war hier fast nichts los, und dann sowas: Ich habe erst gar nicht realisiert, was hier passiert", sagt sie und plaudert ein wenig. Die Obama-Mädchen hätten sich durchaus Zeit gelassen, seien durch das Geschäft geschlendert, hätten hier geguckt, darauf gezeigt, "guck mal wie süß", "ist das nicht toll?", so in der Art, der eine oder andere Magnet sei dabei heruntergefallen. Gekauft habe Malia, die Größere, schließlich ein schwarzes T-Shirt, Konfektionsgröße 140, mit grünem Ampelmännchen und dem Schriftzug "Berlin" in Weiß, ein ebensolches Baseball-Cap und einen roten Schlüsselanhänger. Sie probierten von den Gummibärchen, bezahlt habe die Nanny. Dann ging's zum Essen.

Obamas Mädels mögen Ampelmännchen: Ein solches T-Shirt nimmt Malia als Andenken mit aus Berlin. Foto: Christian TRetbar
Obamas Mädels mögen Ampelmännchen: Ein solches T-Shirt nimmt Malia als Andenken mit aus Berlin.Foto: Christian TRetbar

19:52: So waren die Obama-Festspiele im TV

Obama in Berlin - und die deutschen TV-Sender sind live dabei. Wie sich die Sender geschlagen haben, das hat sich unser Medienredakteur Kurt Sagatz mal angeschaut.

19:44 Uhr: Republikaner kritisieren Obamas Abrüstungspläne

Obamas Initiative zur atomaren Abrüstung ist bei den US-Republikanern auf Kritik gestoßen. Der republikanische Kongressabgeordnete Howard McKeon warf ihm „Leichtgläubigkeit“ im Umgang mit Russland vor. Moskau halte die bereits bestehenden Abrüstungsverträge nicht ein. Der Präsident müsse den russischen Staatschef Wladimir Putin daher an seine Verpflichtungen bei der atomaren Abrüstung erinnern, sagte McKeon.

Der republikanische Senator Bob Corker warnte vor einer „einseitigen Abrüstung“ durch die USA. „Die Beibehaltung einer starken nuklearen Abschreckung ist entscheidend für die Sicherheit unserer Nation und der unserer Verbündeten in der Welt“, erklärte Corker, der im Senatsausschuss für Auswärtige Beziehungen sitzt. Bevor Obama neue Gespräche mit Russland starte, müsse er zunächst das US-Atomwaffenarsenal „voll modernisieren“.
Auch der republikanische Kongressabgeordnete Mike Turner übte scharfe Kritik. „Präsident Obama ist ins Ausland gereist, um eine neue Runde einseitiger Abrüstung anzukündigen, nur um ein ausländisches Publikum zu beschwichtigen“, erklärte er. „Der Präsident scheint allein darum bemüht zu sein, die Zustimmung von Ländern wie Russland zu gewinnen, die geschwächten Vereinigten Staaten applaudieren werden.“

19:42 Uhr: Bemerkenswerte Sitzordnung

Zu Obamas Linker sitzen: Angela Merkel, Michelle Obama, Joachim Sauer - zu seiner Rechten sitzt BDI-Präsident Ulrich Grillo und direkt daneben: Dirk Nowitzki, seines Zeichens NBA-Basketballstar.

19:41: Guten Appetit im Schloss Charlottenburg!

Nach einigen Tischreden darf nun endlich das Dinner genossen werden.

US-Präsident Barack Obama besucht Berlin
Berlin ist sein Pflaster. Jedenfalls hat man ihn mit Sympathie empfangen - mehr als 90 Prozent der Deutschen halten Obama für einen guten Präsidenten. Foto: dpaWeitere Bilder anzeigen
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19.06.2013 23:00Berlin ist sein Pflaster. Jedenfalls hat man ihn mit Sympathie empfangen - mehr als 90 Prozent der Deutschen halten Obama für...

19:36 Uhr: Viele Menschen hatten Kreislaufprobleme

Eine erste Bilanz der Feuerwehr: Allein am Pariser Platz mussten 104 Menschen medizinisch behandelt werden, die mit den Folgen der Hitze zu kämpfen hatten.

19:30 Uhr: Töchter essen im "Josty"

Umgeben von einer auffällig-unauffälligen Entourage an Sicherheitsleuten schlendern die beiden Obama-Töchter von den Arcaden ins Sony-Center rüber, gelöster Stimmung, heiter und entspannt, Malia mit der Sonnebrille hoch ins Haar geschoben und einer Ampelmännchen-Tüte am Arm baumelnd. Ihr Ziel, so stellt sich heraus: das Restaurant "Josty". Hier wird deutsche Küche auf rot-weiß-karierten Tischdeckchen serviert: "Klassiker und Hausschmankerl" wie zum Beispiel "Ofenfrischen Schweinebraten auf Spreewälder Sauerkraut mit Biersoße und Semmelklößen".

19:13 Uhr: Eine Einschätzung der Kollegin Domenika Ahlrichs von "Zeit Online"

19:12 Uhr: Obama-Töchter sind shoppen

Sie waren fast da. Malia und Sasha, die 14 und 12 Jahre alten Obama-Töchter waren bereits, begleitet von zwei Hundertschaften der Polizei auf dem Weg zum Schloss - dann haben sie es sich offensichtlich anders überlegt, die Kolonne machte kehrt - und nun tun die Mädchen, was Mädchen, amerikanische zumal, einfach gerne tun, nämlich Shoppen.

18:57 Uhr: Die Stadt atmet auf

Rückkehr der Normalität: Auf der Nord-Süd-Linie funktioniert der S-Bahn-Verkehr wieder relativ reibungslos, am Brandenburger Tor wird wieder gehalten. Die Absperrungen am Potsdamer Platz bleiben - für den Fall, dass die Obamas unvorhergesehener Weise doch nochmal zurückkehren.
18:51 Uhr: Die Obamas jedenfalls sind da

Michelle, im Cocktailkleid, und Barack mit, wie er sagt, frischem Hemd, gehen über den roten Teppich, nachdem sie einem Wagen entstiegen sind, der eine große Staubwolke vor sich herschob, bevor die gesamte Kolonne auf dem trockenen Sandweg des Schlosses zum Stehen kam. Sie gehen gemeinsam mit Angela Merkel, die einen weiten Hosenanzug trägt, und Joachim Sauer.

18:47 Uhr: Was machen eigentlich die Obama-Töchter?

Abends tauchen Gerüchte auf, wonach die Obama-Töchter sich am späteren Nachmittag im Legoland Discovery Center vergnügt haben sollen. Also Anruf am Potsdamer Platz: „Wir dürfen keine Informationen rausgeben.“ Danke, das genügt. Und wie schon am Vortag machte die Runde, dass Malia und Sasha auch noch ins Kino wollten. Würde einleuchten, schließlich sind sie beim Essen im Schloss Charlottenburg nicht dabei. Beim Cinestar im Sony-Center aber wusste man von  nichts. Hieß es.

18:41 Uhr: Auf geht's in Richtung Schloss Charlottenburg

Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel Ritz Carlton machen sich Barack und Michelle Obama nun auf den Weg zum Schloss Charlottenburg, diesmal ohne die Töchter.

18:35 Uhr: Lage am Potsdamer Platz

18:14 Uhr: Roter Teppich am Schloss Charlottenburg

Am Abend speist der Präsident im Schloss Charlottenburg. Der Rote Teppich ist schon ausgerollt, die Gäste trudeln allmählich ein - darunter viel Politprominenz aus Bund und Ländern.

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