Politik : Obama schießt sich auf Romney ein

Washington - Mit einer frontalen Attacke auf seinen designierten republikanischen Herausforderer Mitt Romney hat US-Präsident Barack Obama die heiße Phase des Wahlkampfs eröffnet. „Je mehr die Amerikaner von Mitt Romney sehen, desto weniger mögen sie ihn, und desto weniger vertrauen sie ihm“, hieß es in einer Mail, die Obamas Wahlkampfteam verschickte, nachdem der republikanische Ex-Senator Rick Santorum im internen Wahlkampf der Republikaner kapituliert hatte. Der Multimillionär Romney hat nun beste Chancen, von seiner Partei zum Herausforderer für die Wahl im November aufgestellt zu werden.

Das Obama-Lager bezichtigte Romney, sich die Präsidentschaft mit Millionenausgaben für negative Wahlwerbung erkaufen zu wollen. Romney und Gruppen an seiner Seite hatten Gegner im Vorwahlkampf unnachgiebig und erfolgreich mit teuren Negativanzeigen angegriffen. Bei einem Auftritt in Florida erklärte Obama, dass zwei unterschiedliche politische „Visionen“ aufeinanderträfen. Bei der Wahl gebe es den größten Kontrast zwischen den Kandidaten seit fünf Jahrzehnten, sagte er, ohne Romney direkt beim Namen zu nennen. Er stehe für eine sozial gerechte Gesellschaft, in der „jeder eine faire Möglichkeit bekommt“, so Obama. Unter den Republikanern ginge „es immer weniger Menschen sehr, sehr gut – aber immer mehr kämpften ums Überleben“. Nach jüngsten Umfragen hat Obama seinen Vorsprung vor Romney ausgebaut.

Romney kritisierte, Obama sei gescheitert, weil er die Arbeitslosigkeit nicht nachhaltig gesenkt habe. Es sei wichtig, „die Fehler der letzten drei Jahre hinter uns zu lassen und Amerika wieder auf den Weg des Wachstums zu bringen“. Obama habe die Konjunktur mit wirtschaftsfeindlichen Steuern und hohen Staatsschulden abgewürgt. Obama warb in Florida vor allem für seine Steuerpläne, die einen Mindestsatz von 30 Prozent für Einkommensmillionäre vorsehen. dpa

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