Politik : Obama verteidigt auf Gipfeltreffen US-Drogenpolitik

Cartagena de Indias - US-Präsident Barack Obama hat auf dem Gipfel der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) die lateinamerikanischen Länder zu einer konsequenten Anti-Drogen-Politik aufgerufen. „Eine Legalisierung von Drogen kann keine Antwort sein“, sagte Obama am Wochenende im kolumbianischen Cartagena. Er wandte sich damit gegen einen Vorschlag mittelamerikanischer Länder, die sich für eine Liberalisierung von Drogen ausgesprochen hatten, um der zunehmenden organisierten Gewalt besser begegnen zu können. Obama machte aber auch die Verantwortlichkeit der USA als größter Drogen-Absatzmarkt deutlich und zeigte sich offen für einen „ernsthaften Dialog“. Kolumbien verwies auf Alternativen und nannte als Beispiel das zusammen mit Brasilien und den USA installierte satellitengestützte System, mit dem Koka-Felder aufgespürt werden können.

Die USA isolierten sich zudem mit ihrem Veto gegen eine Teilnahme Kubas. Nahezu alle Länder Lateinamerikas stützten die Forderung nach einer Teilnahme der sozialistischen Karibikinsel am nächsten Gipfel 2015. „Wenn nicht, wird es keine Amerikagipfel mehr geben“, zeigte sich Boliviens linker Präsident Evo Morales nach einer Plenarsitzung der 31 Staats- und Regierungschefs sicher. Zuvor hatten bereits Kolumbiens Staatschef Juan Manuel Santos und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff betont, der 6. Amerikagipfel müsse der letzte ohne Kuba sein. epd/dpa

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