Politik : Obamas Regierung soll debattieren

Washington - Nun gibt es das „Dream Team“ doch: Ein entschlossen und zufrieden wirkender Barack Obama präsentierte am Montag US-Senatorin Hillary Clinton als künftige Außenministerin. Seine innerparteiliche Rivalin im erbitterten Vorwahlkampf, die ihn noch im Frühjahr der „Naivität“ und gefährlicher Unerfahrenheit beschuldigt hatte, meinte nun bescheiden, sei sei „stolz“, vom künftigen Präsidenten Obama berufen worden zu sein. Nachdem er sie im Sommer nicht mir ihr als „Vize“ in einem um die Präsidentschaft kämpfen wollte, rückt die Ex- First-Lady jetzt doch noch an seine Seite und ins Zentrum der Macht. Clinton kündigte eine diplomatische Offensive an. „Wir werden der Welt wieder die Hand reichen“, sagte sie. Die USA müssten sich bemühen, „ihre Rolle als Kraft des positiven Wandels in der Welt zu erneuern“.

Bei der Vorstellung seiner jüngsten Personalentscheidungen betonte Obama, die USA bräuchten „Pragmatismus“ und „Überparteilichkeit“. Dabei sucht er keine bequemen Wege: „Ich will unterschiedliche Sichtweisen“, betonte er. Er erwarte „lebhafte Debatten“ im Weißen Haus. „Aber die Entscheidungen werde dann ich als Präsident treffen müssen.“

Die Beibehaltung des Verteidigungsministers Gates solle angesichts der Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan Kontinuität sicherstellen, sagte Obama. Er betonte aber, dass er dem Minister in der Irak-Politik mit einer „neuen Mission“ beauftragen werde, nämlich „den Krieg im Irak durch eine erfolgreiche Übergabe an die Iraker zu beenden“. Gates sagte, er habe Obamas Angebot wegen seines „Sinns für persönliche Verantwortung“ angenommen. dpa/AFP

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