Öffentlicher Dienst : Verhandlungen sollen im Mai weitergehen

Nach dem monatelangen Tarifstreit im öffentlichen Dienst will sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) noch in diesem Monat mit der Gewerkschaft Verdi an einen Tisch setzen.

München - Die Verhandlungen sollen voraussichtlich am 18. und 19. Mai in Berlin wieder aufgenommen werden, kündigte der Vorstand der TdL, Hartmut Möllring, am Freitag bei der Finanzministerkonferenz in München an.

Der Termin sei günstig, da dann auch die Ministerpräsidenten in Berlin seien. Ob es bei dem Treffen zu einer Einigung kommt, ist aber unklar. "Was dabei heraus kommt, weiß man vorher nie", sagte Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU). Zumindest gebe es aber jetzt Ideen, wie die Probleme gelöst werden könnten. Knackpunkt in den Verhandlungen sei neben der Arbeitszeit weiterhin die Zahlung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Faltlhauser machte deutlich, dass die Senkung der Personalkosten für die Länder große Bedeutung habe. "Wir machen das nicht zum Spaß, sondern zur Konsolidierung der Haushalte." Im Vergleich zum Bund und den Kommunen sei der Anteil der Personalkosten bei den Ländern mit 38 Prozent besonders hoch.

In den bisherigen Verhandlungen hatte Verdi eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 41 Stunden abgelehnt. Auch eine Streichung des Urlaubsgeldes und eine Kürzung des Weihnachtsgeldes wollte die Gewerkschaft nicht zulassen. (tso/dpa)

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