Politik : Ökosteuer: "Die Akzeptanz hat zugenommen"

Kurz vor dem erneuten Preissprung bei Benzin um sieben Pfennige hat Grünen-Chef Fritz Kuhn die Ökosteuer erneut verteidigt. "Die Mehrheit der Bevölkerung versteht, dass wir eine ökologische Besteuerung in Deutschland brauchen", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Fokus". "Umweltverbrauch wird teurer, und die Rentenkosten bleiben im Griff." Trotz Fehler seiner Partei in der Ökosteuer-Debatte habe die Akzeptanz für diese Abgabe zugenommen.

Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser erneuerte unterdessen seine Kritik. Die Ökosteuer sei nicht ökologisch, dafür aber sozial ungerecht. Zudem schade sie der Konjunktur und führe in der EU zu Wettbewerbsnachteilen. Allein im Transportgewerbe seien zehntausende Arbeitsplätze in Gefahr.

Die Mineralölkonzerne rechnen indessen trotz Ökosteuer im kommenden Jahr nicht mit einer Verteuerung von Benzin und Heizöl. BP-Sprecherin Claudia Braun prognostizierte in der "Berliner Zeitung" Preise "auf gemäßigtem Niveau". Shell und Totalfina-Elf kündigten für 2001 einen durchschnittlichen Rohölpreis von 22 bis 25 Dollar an. "Dann würde der Benzinpreis um die Zwei-Mark-Grenze pendeln", sagte Totalfina-Elf-Sprecher Thomas Schalberger.

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