Politik : Offensive Ost der Grünen: Nachhaltig in die Diaspora (Kommentar)

Der neue Parteichef Fritz Kuhn hat einige ehrgeizige Ziele. Dazu gehört, die Grünen in Ostdeutschland wiederzubeleben. Ein Anspruch, an dem einer scheitern kann. Auch wenn Kuhn für seine Offensive Ost alle grünen Abgeordneten und Minister verpflichten will. Sie sollen nach wichtigen Entscheidungen zwei Wochen lang ausschwärmen und Beschlüsse gut erklären - um für neue Nachhaltigkeit in der Diaspora zu sorgen. Dies kann allerdings wirklich nur gelingen, wenn alle mitziehen. Denn schlimmer darf es nicht mehr werden, soll die Partei drittstärkste Kraft im Bundestag bleiben. Das wiederum entscheidet sich im Osten. Die Freien Demokraten tönen schon sehr selbstbewusst. Bei den Grünen hat die Sache aber noch einen zusätzlichen, höheren Stellenwert: Das Kümmern um die Ostdeutschen gehört zu ihrer Identität seit der großen Wende. Als einzige Partei haben sie sich mit einer anderen Gruppierung, mit Bündnis 90, gleichberechtigt vereint. Außerdem kommen wichtige Stimmen für die Bundestagsfraktion aus dem Osten. Würden die Renten- und Wirtschaftsexperten nun zur Sicherheit in den Westen wechseln, wären die Grünen endgültig die "Regionalpartei West". Und da wartet Jürgen Möllemann. cas

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