Offizieller Wahlkampfauftakt von Barack Obama : "Vorwärts" in Richtung Wiederwahl

Seit Wochen reist Barack Obama durch die USA und kämpft für seine Wiederwahl. Vor tausenden Anhängern hat er den Wahlkampf nun auch offiziell eingeläutet. Anders als vor vier Jahren geht es aber nicht mehr um Hoffnung und Wandel.

Mit zwei großen Wahlkampfveranstaltungen hat US-Präsident Barack Obama offiziell den Wahlkampf eingeleitet.
Mit zwei großen Wahlkampfveranstaltungen hat US-Präsident Barack Obama offiziell den Wahlkampf eingeleitet.Foto: AFP

„Forward“ steht auf den himmelblauen Pappschildern, die Anhänger von Barack Obama in der Sportarena der Virginia Commonwealth University in Richmond in die Höhe recken. Vorwärts in eine zweiten Amtszeit, voran mit der Reformpolitik - das ist der Slogan, mit dem sich der US-Präsident der Wiederwahl stellt. Sechs Monate vor dem Urnengang am 6. November ist Obama am Samstag offiziell in den Wahlkampf eingestiegen. Tatsächlich hat das Schaulaufen aber bereits vor Monaten begonnen.

"Ich garantiere Euch, wir werden dieses Land nach vorne bringen. Wir werden zu Ende bringen, was wir angefangen haben“, ruft Obama den etwa 8000 jubelnden Menschen in Richmond zu. Mehr als eine Stunde hat die elektrisierte Menge auf den Präsidenten gewartet, nun skandieren sie „Four more years“, vier weitere Jahre für Obama. Zuvor hatten bereits rund 14.000 Anhänger in Columbus im Bundesstaat Ohio dem Präsidenten einen ähnlichen Empfang bereitet.

Der republikanische Vorwahlkampf in Bildern

Vorwahlkampf der US-Republikaner
Am 2. Mai steigt Newt Gingrich offiziell aus dem Vorwahlkampf der Republikaner aus.Weitere Bilder anzeigen
1 von 33Foto: dapd
03.05.2012 12:34Am 2. Mai steigt Newt Gingrich offiziell aus dem Vorwahlkampf der Republikaner aus.

Mit der präzise choreografierten Politik-Show versuchte Obama, die Magie von 2008 wieder heraufzubeschwören, als er als erster Afroamerikaner in das höchste Staatsamt der USA gewählt wurde. Mit seiner Botschaft „Hope and Change“ (Hoffnung und Wandel) traf er damals den Nerv der Zeit. Doch der Reformkandidat von damals ist mittlerweile selbst verwandelt: Obama ist nicht mehr Außenseiter, er ist Amtsinhaber. Einige Wahlversprechen blieben unerfüllt, etwa die Reform des Einwanderungsrechts oder die Schließung des umstrittenen Gefangenlagers Guantanamo auf Kuba. Während sich Obama am Samstag in Ohio und Virginia feiern ließ, standen in Guantanamo die fünf mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 erstmals seit Jahren wieder vor der Militärjustiz.

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