Politik : Ohne Döner

Malik Fathi

Am 23. Mai wählt die Bundesversammlung einen neuen Präsidenten oder eine Präsidentin. Bis zur Wahl lesen Sie an dieser Stelle jeden Tag Wünsche ans neue Staatsoberhaupt:

Ich habe ja, wen wundert’s, mehr Ahnung von Fußball als von Politik. Aber ich versuche es mal: Also, mein neuer Bundespräsident sollte reden können wie Johannes Rau. Den finde ich gut, der drückt sich nicht so verquast aus. Das ist wichtig, ich will keinen Stammtischredner, aber auch keinen Präsidenten, bei dessen Ansprachen ich einschlafe. Und dann wünsche ich mir, dass die vielen jungen Deutschen, die ausländische Wurzeln haben, integriert werden – und zwar in die Reden des Bundespräsidenten. Dieses Thema kommt bislang zu kurz. Aber der Neue sollte sich hüten: Er sollte nicht auf die Idee kommen, in Schöneberg oder in Wedding einen Döner zu essen, um seine Bemühungen für Integration zu zeigen. Das wäre albern – und würde ihm kein Mensch abnehmen.

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