Politik : Olmert und Abbas sprechen über Palästinenserstaat

Jericho - Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat sich bei einem historischen Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas für die möglichst zügige Schaffung eines Palästinenser-Staates ausgesprochen. Olmert kam in Jericho im Westjordanland mit Abbas zusammen. Es war der erste Besuch eines israelischen Regierungschefs in einer von den Palästinensern verwalteten Stadt seit mehr als sieben Jahren. „Unsere Absicht ist es, zu zwei Staaten für zwei Völker zu gelangen, und das so bald wie möglich“, wurde Olmert im Anschluss an die Begegnung vom israelischen Regierungssprecher David Baker zitiert. Die Politiker vereinbarten außerdem, sich alle zwei Wochen zu treffen, um die Rahmenbedingungen für den angestrebten künftigen Palästinenser-Staat weiter zu erörtern.

Die Begegnung dauerte mehr als drei Stunden und wurde von Olmert nach Bakers Worten als „sehr konstruktiv und sehr befriedigend“ beschrieben. Das Treffen war von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Wie Baker weiter ausführte, sprachen sich Olmert und Abbas gleichermaßen dafür aus, die Anstrengungen zum Aufbau palästinensischer Sicherheitskräfte und ziviler palästinensischer Institutionen zu verstärken. Olmert habe Abbas außerdem in Aussicht gestellt, einige Straßensperren im Westjordanland zu beseitigen und grundsätzlich zur Erleichterung der Situation der dort lebenden Palästinenser beizutragen. In Hinblick auf die Forderung von Abbas, weitere palästinensische Gefangene freizulassen, habe Olmert zugesichert, dieses Anliegen zu „prüfen“, sagte Baker. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar