Politik : Olmert will hart gegen Randalierer von Akko vorgehen

Tel Aviv - Nach tagelangen Ausschreitungen zwischen Juden und Arabern in der nordisraelischen Stadt Akko hat der scheidende Ministerpräsident Ehud Olmert die Polizei zu einem harten Vorgehen gegen Randalierer angewiesen. Olmert sagte am Sonntag während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem, die Sicherheitskräfte sollten „null Toleranz“ zeigen und einen sofortigen Stopp der Gewalt in der Stadt herbeiführen. Zugleich rief er zu Toleranz und Respekt zwischen den Bevölkerungsgruppen in Akko auf.

Am Samstagabend war es ungeachtet eines verstärkten Polizeiaufgebots am vierten Tag in Folge erneut zu Krawallen zwischen Juden und Arabern in der Küstenstadt gekommen. Kurz nach Sonnenuntergang begannen Jugendliche beider Bevölkerungsgruppen erneut, Steine auf Geschäfte und Wohnungen der jeweils anderen Seite zu werfen. In der Nacht zum Samstag hatten jüdische Jugendliche zwei Wohnungen von Arabern angezündet.

Seit Beginn der Unruhen am Mittwochabend wurden nach israelischen Medienberichten etwa 20 Menschen verletzt und rund 40 Randalierer festgenommen. Ein in den kommenden Tagen geplantes Theaterfestival in der Stadt wurde abgesagt.

Olmert sagte am Sonntag, Akko sei „jahrelang eine Stadt gewesen, in der das Zusammenleben ausgezeichnet klappte, eine gemischte Stadt, was dort zu Aufschwung und Blüte führte“. Die jüngsten Ereignisse bestärkten jedoch den Eindruck, „dass ein Großteil der Einwohner zu Geiseln von kleinen fanatischen Gruppierungen beider Seiten – Juden und Arabern – geworden sind“. dpa

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