Olympia-Eröffnung : Fechterin fordert Fernseh-Boykott

Olympiateilnehmerin Imke Duplitzer fordert die Deutschen zu einem Fernseh-Boykott der Olympia-Eröffnungsfeier auf: "Die Fernsehzuschauer sollten abschalten", so die 32-Jährige. Duplitzer selbst will der Eröffnungsfeier fern bleiben.

Duplitzer Foto: dpa
Die deutsche Degen-Fechterin Imke Duplitzer bei der Fechtweltmeisterschaft in Leipzig 2005, wo sie mit einer Medaille als beste...Foto: dpa

BerlinDie deutsche Fechterin und Olympiateilnehmerin Imke Duplitzer hat die Fernsehzuschauer aufgefordert, die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking zu boykottieren. "Auch als Fernsehzuschauer kann ich zeigen, dass es so nicht weitergehen soll. Indem ich abschalte", sagte die 32-Jährige dem "Tagesspiegel am Sonntag". Dies könne als Signal gegen die Tibetpolitik Chinas und die Kommerzialisierung der Spiele gesehen werden.

Dublitzer sagte: "Leute, Ihr habt eine Fernbedienung, schaltet um, leiht Euch ein Video aus, macht Euch einen netten Abend mit der Familie, spielt ein Gesellschaftsspiel oder geht mal wieder spazieren." So könne man andere Menschen zum Umdenken bringen.

Duplitzer selbst wird der Eröffnungsfeier fernbleiben, "weil ich zeigen will, dass ich nicht einverstanden bin, was hier für eine Propaganda aufgefahren wird" Sie forderte im Tagesspiegel andere Athleten auf, es ihr gleichzutun: "Wir Sportler können ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir mit vielen Dingen nicht einverstanden sind." (Tsp)

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