Politik : Olympiasieger manipuliert Dopingprobe

Fazekas verliert Medaille Springreiter holen Gold

-

Athen Am elften Wettkampftag wurden die Olympischen Spiele in Athen von einem weiteren spektakulären Dopingfall erschüttert. Der Sieger im Diskuswerfen, Robert Fazekas, wurde der Manipulation überführt. Der Ungar wollte am Montagabend nach seinem Sieg zunächst die Dopingkontrolle verweigern, anschließend versuchte er, seine Urinprobe auszutauschen. Fazekas muss seine Goldmedaille zurückgeben. Neuer Olympiasieger ist der Litauer Virgilius Alekna. Schon unmittelbar nach dem Wettkampf hatte Helmut Schreiber, der Mannschaftsarzt der deutschen Leichtathleten, das Diskuswerfen heftig kritisiert: „Es wird gedopt auf Teufel komm raus.“ Auch der Trainer des deutschen Diskuswerfers Lars Riedel, Karlheinz Steinmetz, hatte schwere Dopingvorwürfe gegen Robert Fazekas erhoben.

Am Dienstagabend holte die deutsche Springreiter-Equipe die neunte Goldmedaille für Deutschland, gleichzeitig war es das neunte Mal in der olympischen Geschichte, dass Deutschland Gold im Mannschafts-Wettbewerb gewann. Das Quartett mit Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Goldfever, Marco Kutscher (Hörstel) und Montender, Christian Ahlmann (Marl) und Cöster sowie Otto Becker (Sendenhorst) und Cento schaffte nach den Siegen in Atlanta und Sydney den olympischen Hattrick.

Zuvor hatten die deutschen Handball-Männer in Athen Spanien in einem dramatischen Spiel 32:30 (27:27, 15:16) nach zweimaliger Verlängerung und Siebenmeterwerfen besiegt. Ebenfalls Medaillen für Deutschland gewannen am Dienstag Guido Fulst und René Wolff. Der Berliner Bahnradfahrer Fulst kam im Punktefahren auf Rang drei hinter dem Russen Michail Ignatjew und Joan Llaneras aus Spanien. Team-Olympiasieger René Wolff aus Erfurt sicherte sich im Einzelsprint ebenfalls Bronze. Tsp

Seiten 20 bis 22 und Meinungsseite

0 Kommentare

Neuester Kommentar