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Olympische Winterspiele in Sotschi : Russland prüft US-Warnung zu Sprengstoff in Zahnpastatuben

Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele warnen die USA vor Bomben in Zahnpastatuben auf Flügen mit dem Ziel Russland. Der Gastgeber will die Warnungen prüfen.

Am Freitag werden die Olympischen Winterspiele in Sotschi eröffnet. Foto: dpa
Am Freitag werden die Olympischen Winterspiele in Sotschi eröffnet.Foto: dpa

Russland will als Gastgeber der ersten Olympischen Winterspiele US-Warnungen zu möglichem Sprengstoff in Zahnpastatuben prüfen. „Alle Informationen, die wir haben, sprechen von sicheren Spielen“, sagte Vize-Regierungschef Dmitri Kosak am Donnerstag in Sotschi. „Die neuen Informationen werden überprüft“, sagte er. Die Geheimdienste am Olympia-Ort gingen aktuell von keiner akuten Bedrohungslage aus. Allerdings kenne die weltweite Terrorgefahr keine Grenzen, meinte Kosak. „Das Niveau der Sicherheit in Sotschi ist nicht schlechter als in New York, Boston oder Washington“, sagte er.

Die US-Regierung hat vor den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi vor möglichen Anschlägen auf Russlandflüge gewarnt, bei denen in Zahnpastatuben versteckte Sprengsätze zum Einsatz kommen könnten.
US-Fluggesellschaften und ausländische Airlines mit Zielen in Russland seien auf mögliche Gefahren hingewiesen worden, sagte ein US-Vertreter. Das US-Heimatschutzministerium erklärte, eine „spezifische Bedrohung“ liege gegenwärtig nicht vor. Die Bedrohung betreffe „besonders Flüge mit dem Ziel Russland“, sagte der Vertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, unter Berufung auf US-Geheimdiensterkenntnisse. Das Heimatschutzministerium erklärte, es teile regelmäßig und routinemäßig wichtige Informationen mit Partnern im In- und Ausland. Die Behörde passe die Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich an eine sich ständig entwickelnde Bedrohungslage an.

Das sind die Berliner Starter bei Olympia in Sotschi
Diese zwölf Sportler vertreten Berlin bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Wir stellen sie nachfolgend im Porträt vor. Foto: ImagoWeitere Bilder anzeigen
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Die Olympischen Winterspiele in Sotschi werden am Freitag eröffnet und dauern bis zum 23. Februar. Sie sind das größte internationale Ereignis in Russland seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1991. Russlands Staatsfeind Nummer eins, der islamistische Rebellenführer Doku Umarow, hatte im Sommer gedroht, das Sportfest „mit allen Mitteln“ zu verhindern. Zwei Selbstmordattentate im 700 Kilometer von Sotschi entfernten Wolgograd, bei denen Ende Dezember 34 Menschen getötet wurden, verliehen der Drohung neue Brisanz. Ein hochrangiger Vertreter der US-Sicherheitsbehörden warnte am Dienstag, die größte Gefahr gehe von Anschlägen außerhalb der schwer bewachten Schwarzmeerstadt Sotschi aus.

US-Präsident Barack Obama hatte seine Sicherheitsberater bei einem Treffen am Dienstag dazu aufgerufen, eng mit den russischen Behörden zusammenzuarbeiten, wie das Weiße Haus nach der Konferenz mitteilte. An dem Treffen nahmen unter anderem Vize-Präsident Joe Biden, Außenminister John Kerry sowie Obamas Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice teil. Im Schwarzen Meer kreuzen während der Spiele zwei US-Kriegsschiffe, wie US-Regierungsvertreter am Mittwoch sagten. Im Notfall sollen sie die russischen Sicherheitskräfte auf Ersuchen der Behörden unterstützen. Die 350.000-Einwohner-Stadt Sotschi selbst gleicht einer Festung. Für die Sicherheit sollen Überwachungssatelliten, Drohnen, Boden-Luft-Raketen und 37.000 Polizisten und Soldaten sorgen. (AFP,dpa)

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