Olympischer Fackellauf : Australien droht chinesischen Polizisten

Die umstrittenen chinesischen Fackelwächter werden in Australien ganz genau unter Beobachtung stehen. Sollten sie unangenehm auffallen, werden sie festgenommen. Dazu kommen sie wahrscheinlich ohnehin nicht, denn Australien will sie kaltstellen.

Fackelwächter
Ruppige Zeitgenossen: Die chinesischen Fackelwächter - hier in San Francisco. -Foto: dpa

SydneyAustralien hat den umstrittenen chinesischen Wächtern der olympischen Flamme mit Festnahmen gedroht, sollten sie beim Fackellauf in Canberra eingreifen. "Wenn sie irgendjemanden anfassen, können sie festgenommen werden", sagte der Organisator des australischen Fackellaufs, Ted Quinlan, am Mittwoch. Die Fackel soll am 24. April durch die Hauptstadt Canberra getragen werden. Die Chinesen sollen auf Weisung der australischen Behörden während des gesamten Fackellaufs in einem Bus bleiben. Die Sicherheit der Fackel gewährleiste allein die australische Polizei.

Die Wächter waren bei den anti-chinesischen Demonstrationen während des Fackellaufs in Paris, London und San Francisco unangenehm aufgefallen. Sie rempelten Zuschauer an und drängten Demonstranten rücksichtslos aus dem Weg.

China-Sympathisanten haben für den 24. April zu einer Massendemonstration in Canberra aufgerufen. Es würden mindestens 10.000 Menschen erwartet, sagte Organisator Zhang Rongan. Die Polizei darf Demonstranten durchsuchen und für den Anlass verbotene Gegenstände wie rohe Eier, wassergefüllte Ballons oder Wassereimer konfiszieren. (mhz/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar