Politik : Opel-Werke in Deutschland sind gesichert

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Rüsselsheim Die Zukunft der Opel- Werke in Deutschland ist offenbar langfristig gesichert. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich am Donnerstag das Management und die Arbeitnehmer des angeschlagenen Unternehmens auf einen so genannten Zukunftsvertrag. Damit seien die Gespräche über eine Sanierung beendet, sagte Betriebsratschef Klaus Franz am Abend nach Ende des jüngsten Treffens. Die Details der Einigung würden an diesem Freitag vorgestellt. Allerdings stehe die Vereinbarung noch unter Vorbehalt, da der Mutterkonzern General Motors (GM) noch zustimmen müsse, dass die neue Mittelklasse des Konzerns im Opel-Stammwerk Rüsselsheim gefertigt werden wird. Darum beworben hat sich auch das schwedische Saab-Werk in Trollhättan.

Weniger zurückhaltend als Franz war das Bochumer Betriebsratsmitglied Franco Biagotti. Er sagte der Nachrichtenagentur AP, Rüsselsheim erhalte den neuen Vectra und behalte den größten Teil der Forschung und Entwicklung. In dem Bochumer Werk solle der fünftürige Astra gebaut werden. Biagotti bestätigte AP außerdem, dass sich die Beschäftigten für die Sicherung der Standorte zu Einbußen bei der Bezahlung bereiterklärt hätten. Vom Jahr 2006 an solle das Weihnachtsgeld von bisher 100 Prozent auf 70 Prozent eines Monatsgehalts gesenkt werden. Außerdem sollen künftige Tariferhöhungen zum Teil auf die übertariflichen Bestandteile der heutigen Gehälter angerechnet werden.

Seit einem halben Jahr war zwischen dem Unternehmen und den Beschäftigten verhandelte worden, weil GM seine europäischen Töchter wieder in die schwarzen Zahlen führen will. Der US- Konzern hatte deshalb im vergangenen Oktober ein radikales Sparprogramm angekündigt. Europaweit sollen binnen zwei Jahren etwa 12000 Stellen wegfallen, davon knapp 10000 bei Opel.Tsp

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