Operation "Enduring Freedom" : Bundeswehr soll im Anti-Terror-Einsatz bleiben

Der Bundeswehreinsatz in der US-geführten Anti- Terror-Operation "Enduring Freedom" soll um ein weiteres Jahr verlängert werden. Dies beschloss das Kabinett heute in seiner Sitzung in Berlin, verlautete es aus Regierungskreisen.

BerlinDerzeit beteiligt sich Deutschland mit rund 300 Marinesoldaten im Mittelmeer und am Horn von Afrika an der Mission. Die Bundeswehr stellt ferner bis zu 100 Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) zur Verfügung, die aber nach Angaben des Verteidigungsministeriums seit 2005 innerhalb der Operation "Enduring Freedom" (OEF) in Afghanistan nicht zum Einsatz gekommen sind. Da die Mandatsobergrenze bislang nie ausgeschöpft wurde, soll die mögliche Höchstzahl von 1800 auf 1400 Bundeswehrsoldaten reduziert werden. Die Einsätze kosten für ein Jahr rund 45 Millionen Euro. Die Operation war nach den Anschlägen auf die USA 2001 gestartet worden. Der Bundestag entscheidet am 15. November.

In der SPD hatte es zuvor erhebliche Kritik an der Verlängerung des Mandats gegeben. Der Parteitag beschloss Ende Oktober einen gesonderten Antrag zu Afghanistan. Darin wird als Ziel eine weitere Absenkung der OEF-Kontingente formuliert. Kritik an OEF gibt es vor allem von den Jungsozialisten, die gegen den Antrag stimmten. Die Anti-Terror-Operation der USA und ihrer Verbündeten in Afghanistan war wegen der hohen Zahl der zivilen Opfer zunehmend in die Kritik geraten. (mit dpa)

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