Politik : Opposition rettet Blairs neues Schulgesetz

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London - Dem britischen Premierminister Tony Blair ist dank der Unterstützung der Opposition eine erneute Niederlage im Unterhaus erspart geblieben. Gegen den Widerstand einiger Abgeordneter von Blairs Labour-Partei verabschiedete das Parlament am Mittwoch das neue Schulgesetz, ein Vorzeigeprojekt des Premiers. Der Entwurf, mit dem den Schulen in England und Wales größere Autonomie gegeben werden soll, wurde mit einer klaren Mehrheit von 422 zu 98 Stimmen verabschiedet. 46 Labour-Abgeordnete stimmten dagegen, womit Blairs Partei keine eigene Mehrheit hatte.

Blair hatte das Thema Erziehung schon bei seinem ersten Amtsantritt 1997 zur Chefsache gemacht und bis zuletzt in seiner eigenen Partei für Zustimmung zu dem Gesetz geworben. Zahlreiche Labour-Abgeordnete lehnen die Pläne jedoch mit der Begründung ab, sie machten Bildung für Kinder aus ärmeren Familien unerschwinglich. Mit dem neuen Gesetz sollen Schulen vom Staat unabhängiger werden und künftig auch von Unternehmen oder religiösen Gruppen unterstützt werden können. Erziehungsminister Alan Johnson sagte, es sei eine gute Nachricht für Schulen, Eltern, Lehrer und die „Erziehung jedes Schülers“. AFP

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