Politik : Oppositioneller in Minsk freigelassen

Minsk - Zwei Wochen nach seiner brutalen Festnahme durch die Polizei der autoritären Republik Weißrussland ist der oppositionelle Präsidentschaftskandidat Vitali Rymaschewski (35) freigelassen worden. Rymaschewski, der bei der gewaltsamen Auflösung einer Demonstration krankenhausreif geprügelt worden war, habe das KGB-Gefängnis unter Auflagen verlassen können. Das meldete die Agentur Belapan am Montag aus der Hauptstadt Minsk. Der Christdemokrat Rymaschewski war zu 15 Tagen Haft verurteilt worden. Anderen Präsidentschaftskandidaten, die ebenfalls festgenommen worden waren, drohen sogar bis zu 15 Jahre Haft. Anwälte der Regierungsgegner kündigten am Montag eine Klage auf Haftprüfung an. Dem Land drohen nun Sanktionen der EU. Bis zum nächsten EU-Außenministertreffen am 31. Januar werde man sich Gedanken darüber machen müssen, wie es mit den ausgesetzten EU-Sanktionen weitergehe, kündigte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Montag in Berlin an. Wegen Unterdrückung der Opposition hatte die EU gegen Weißrussland bereits mehrfach Sanktionen verhängt. Dazu gehört auch ein Einreiseverbot für Staatschef Alexander Lukaschenko, das jedoch ausgesetzt wurde. dpa

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