Ost-Flächen : Vermarktung bringt Bund 2006 etwas mehr ein

Die Vermarktung ehemals volkseigener Agrarflächen und Wälder in Ostdeutschland hat der Staatskasse 2006 etwas mehr Geld eingebracht als im Jahr davor.

Berlin - Aus Verkauf und Verpachtung wurde ein Überschuss von knapp 277 Millionen Euro erzielt, wie die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) in Berlin mitteilte. Im Vorjahr waren 275 Millionen Euro in den Bundeshaushalt geflossen. Dabei zahlte sich aus, dass trotz etwas gedrosselten Verkaufstempos höhere Durchschnittspreise erzielt wurden. Für dieses Jahr werden mindestens 242 Millionen Euro angestrebt. Insgesamt hat die Flächenvermarktung seit 1992 drei Milliarden Euro eingebracht.

Positiv zu Buche geschlagen hätten 2006 auch einige Großverkäufe, darunter der einer Erdgas-Speicherstätte an eine Tochter des russischen Gaskonzerns Gazprom. Im neuen Jahr will die Treuhandnachfolgerin die Vermarktung weiter vorantreiben. Geplant ist der Verkauf von 57.000 Hektar Agrarflächen nach 55.104 Hektar im vergangenen Jahr. Beim Wald planen die Manager mit 17.000 Hektar (Vorjahr: 22.801 Hektar). Im Bestand hat die BVVG aktuell noch rund 730.000 Hektar und damit weniger als ein Viertel der einst übernommenen Flächen. (tso/dpa)

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