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Osten der Ukraine : Gabriel nennt Tod von OSZE-Beobachter "schreckliche Tragödie"

Ein Wagen der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine ist nahe Luhansk auf eine Mine gefahren - es gab einen Toten und einen Verletzten. Außenminister Gabriel zeigt sich "tief bestürzt".

OSZE-Mitarbeiter bei Donezk. (Archiv) Foto: imago/Mikhail Pochuyev
OSZE-Mitarbeiter bei Donezk. (Archiv)Foto: imago/Mikhail Pochuyev

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich "tief bestürzt" über den Tod eines Mitarbeiters der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ostukraine gezeigt. "Es ist eine schreckliche Tragödie, dass heute ein OSZE-Beobachter in der Nähe von Lugansk ums Leben gekommen ist", erklärte Gabriel am Sonntag in Berlin. "Jemand, der nur mithelfen wollte, Frieden und ein Ende der Kämpfe zu schaffen, hat heute sein Leben verloren." Die OSZE-Beobachter machten Tag für Tag "unermüdlich hervorragende Arbeit", fügte Gabriel hinzu.

"Es ist ihr Verdienst, dass es in den letzten Jahren zu keiner noch größeren militärischen Eskalation in der Ostukraine gekommen ist. Die unsäglichen Angriffe und ungerechtfertigten Beschuldigungen besonders von Seiten der Separatisten müssen aufhören." Ein OSZE-Beobachter war nach Angaben von Österreichs Außenminister Sebastian Kurz am Sonntag in der Ukraine ums Leben gekommen. Ein weiteres Mitglied sei verletzt worden, teilte der aktuelle Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa auf Twitter mit. Der Wagen der Beobachter sei in der Nähe von Luhansk auf eine Mine gefahren.

„Der Tod eines Kollegen ist ein Schock für die ganze OSZE“, erklärte Kurz. Der konservative Politiker forderte volle Aufklärung. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Die OSZE beobachtet den Konflikt zwischen ukrainischem Militär und prorussischen Separatisten mit Hunderten Mitarbeitern. In dem Konflikt sind seit April 2014 mehr als 10.000 Menschen getötet worden. Die EU wirft Moskau die Unterstützung der Rebellen vor und verhängte wegen der Ukraine-Krise umfassende Sanktionen gegen Russland. (mm/AFP/dpa)

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