Politik : Osthoff wieder im Irak

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Berlin - Trotz massiver Warnungen ist Susanne Osthoff knapp zwei Monate nach ihrer Freilassung aus der Geiselhaft wieder in den Irak gereist. Die Archäologin aus Bayern hält sich nach Angaben des Auswärtigen Amts in der nordirakischen Stadt Erbil auf. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) appellierte am Freitag in Berlin an Osthoff, das Land „baldmöglichst“ wieder zu verlassen.

Im Nordirak ist unterdessen ein deutsches Privatflugzeug mit fünf Deutschen und einem Iraker an Bord wahrscheinlich abgestürzt. Das Flugzeug gehört der Hasit Trockenmörtel GmbH im oberbayerischen Freising. Das Unternehmen soll im Nordirak im Auftrag der örtlichen Regierung ein Betonwerk bauen, wie Firmenchef Franz Josef Haslberger dem „Bayerischen Rundfunk“ sagte. Nach Kenntnis der Firma war die Cessna Citation 501 am Donnerstag im Landeanflug auf den nordirakischen Flughafen Sulaimanija und hatte sich bereits beim Tower gemeldet. Als sich das Flugzeug in einer Höhe von 3000 Fuß (rund 900 Meter) befand, brach der Kontakt ab. Das Gelände sei gebirgig, das Wetter sei schlecht gewesen. Die Maschine war am Dienstag mit den Geschäftsleuten in München gestartet und hatte einen Zwischenstopp in Baku in Aserbaidschan eingelegt.

Unbekannte entführten in der südirakischen Stadt Basra zwei Europäer. Aus Sicherheitskreisen verlautete, eine Gruppe von Bewaffneten habe die beiden Männer aus Serbien und Montenegro verschleppt. dpa/ddp

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