Pakistan : 136 Menschen innerhalb einer Woche getötet

Den blutigen Gefechten in Pakistan fielen innerhalb einer Woche 136 Menschen zum Opfer - darunter auch Mitarbeiter des pakistanischen Geheimdienstes. Die pakistanische Armee will mit ihrer Offensive Rebellen aus der Region vertreiben.

PeshawarBei Gefechten im Nordwesten Pakistans sind nach Angaben der Armee in der vergangenen Woche 136 Menschen getötet worden. Wie der örtliche Armeekommandeur Zia Anjum Bodla am Montag in der Stadt Mingora mitteilte, wurden bei den Kämpfen im Swat-Tal 94 Aufständische, 28 Zivilisten und 14 Sicherheitskräfte getötet, darunter drei Mitarbeiter des pakistanischen Geheimdienstes ISI. Die Rebellen attackierten laut Bodla die Sicherheitskräfte und setzten Schulen in Brand. Die Offensive solle solange andauern, bis alle Aufständischen aus der Region vertrieben seien.

Armee und Polizei gehen im ehemals von den Taliban kontrollierten Swat-Tal seit gut einer Woche massiv gegen islamistische Rebellen vor. Im Mai hatten Regierung und Rebellen ein Friedensabkommen unterzeichnet. Es sah vor, dass sich die Soldaten stufenweise zurückziehen und in der Region ein islamisches Rechtssystem eingeführt wird. Im Gegenzug wollten die Rebellen ihre Angriffe einstellen und ihre Waffen abgeben.

Bei einem Anschlag in der Provinz Süd-Wasiristan wurden am Montag acht Soldaten verletzt. 20 Kilometer östlich der Stadt Wana explodierte eine Bombe am Straßenrand, als der Armeekonvoi vorbeifuhr, wie Vertreter der Sicherheitsbehörden mitteilten. (sgo/AFP)

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