Pakistan : Aufständische setzen 50 Nato-Fahrzeuge in Brand

Im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan ist es wieder zu einem Angriff auf Fahrzeuge der Nato gekommen. Extremisten haben eine Reihe von Fahrzeugen mit Nachschublieferungen angezündet. Nicht zum ersten Mal.

Peshawar

Aufständische in Pakistan haben in der Nacht zum Montag 50 Nato-Fahrzeuge mit Nachschub-Lieferungen für die Streitkräfte in Afghanistan in Brand gesetzt. Das teilte die Polizei in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar mit. Es handelte sich dabei um den zweiten nächtlichen Angriff in Folge.

Polizeivertreter Anwar Zeb sagte, die Aufständischen seien fast auf dieselbe Weise vorgegangen wie in der vorangegangen Nacht: Gestern hatten Taliban-Kämpfer bei einem Großangriff in Peshawar fast 150 Lastwagen mit Nachschub für die internationalen Truppen in Afghanistan zerstört. Ein Wachmann war getötet worden, als die mehr als 300 Aufständischen mit Panzerfäusten und Schnellfeuergewehren zwei Depots angegriffen hatten. In den beiden Terminals am Rande Peshawars steckten die Rebellen 146 Lastwagen in Brand, bis die Polizei sie vertrieb. Nach Angaben des Depot-Betreibers Imran Qureshi hatten die Lastwagen auch zwei Dutzend gepanzerte Geländefahrzeuge geladen, die zerstört worden waren.

Extremisten wollen die Versorgungslinie zwischen Afghanistan und Peshawar trennen

Nach mehreren Angriffen am Khyber-Pass auf Lastwagen mit Nachschub für die Truppen in Afghanistan müssen die Lkw in Peshawar über Nacht in den Depots parken. Die Route über Peshawar und den Khyber-Pass ist die wichtigste Nachschub-Verbindung für die Internationale Schutztruppe Isaf und die US-geführten Koalitionstruppen in Afghanistan.

Extremisten in der Region haben wiederholt damit gedroht, die Versorgungslinie zu durchtrennen, was den Einsatz der ausländischen Truppen gegen die Aufständischen in Afghanistan stark behindern würde. Bereits am vergangenen Montag hatten Islamisten zwei Lastwagenfahrer auf dem selben Parkplatz bei Peschawar getötet und mindestens ein Dutzend Fahrzeuge mit Truppennachschub zerstört. (mpr/AFP/dpa)

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