Politik : Pakistan liefert Al-Qaida-Anführer an die USA aus

Pakistan hat das Anfang Mai gefasste Führungsmitglied des Terrornetzes Al Qaida, Abu Faradsch al-Liby, an die USA ausgeliefert. "Wir wollen solche Leute nicht im Land haben", sagte der pakistanische Präsident Pervez Musharraf. (06.06.2005, 15:22 Uhr)

Kairo/Islamabad - Al-Liby wird als Nummer drei des Terrornetzwerks beschrieben. Ermittler erhoffen sich von ihm Hinweise darauf, wo sich Al-Qaida- Chef Osama bin Laden und dessen Vize Ayman Al-Sawahiri verstecken. Al-Liby soll als einer der wenigen möglicherweise den Aufenthaltsort der zwei meistgesuchten Männer der Welt kennen. Er soll nach der Festnahme von Chalid Scheich Mohammed im März 2003 zum Militärchef und Al-Qaida-Chefplaner aufgestiegen sein und auch hinter zwei im Dezember 2003 gescheiterten Anschlägen auf Musharraf stecken.

Der pakistanische Präsident betonte nach einem Bericht der in den Vereinigten Arabischen Emiraten erscheinenden Tagezeitung "Al-Ittihad" vom Montag, durch die Festnahme von Al-Qaida-Mitgliedern in Pakistan hätten Anschläge in westlichen Ländern verhindert werden können. So hätten nach der Festnahme eines Computer-Experten mehrere Al-Qaida-Kämpfer in Großbritannien gefasst werden können. Pakistanischen Sicherheitskräften haben in den vergangenen Wochen Dutzende mutmaßliche Terroristen festgenommen. (tso)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar