Pakistan : Mindestens 13 Tote bei US-Drohnenangriff

In einer Bergregion an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan haben die USA ein mutmaßliches Versteck islamistischer Rebellen angegriffen. Die Gegend gilt als Rückzugsgebiet der Taliban.

Bei einem US-Drohnenangriff im Nordwesten Pakistans sind am Mittwoch mindestens 13 Menschen getötet worden. Das unbemannte Flugzeug habe ein mutmaßliches Versteck islamistischer Rebellen in der Gegend von Zoi Saidgai im halbautonomen Stammesgebiet von Nord-Waziristan angegriffen, erklärte ein Vertreter der Sicherheitskräfte. Ein anderer Sicherheitsbeamter sprach von bis zu 20 getöteten Extremisten, darunter zwölf Usbeken. Die unwegsame Bergregion an der Grenze Afghanistans, in der die Regierung nur begrenzte Kontrolle hat, gilt als Rückzugsgebiet der Taliban und anderer Extremistengruppen.

Der Angriff erfolgte inmitten einer Großoffensive der pakistanischen Streitkräfte, mit der die Rebellen zurückgedrängt werden sollen. Laut dem Sicherheitsbeamten gab es Berichte, wonach Kämpfer aus Miranshah und Mir Ali vor der Armeeoffensive nach Zoi Saidgai geflohen sind.

Washington hatte Berichten zufolge die Drohenangriffe im Dezember ausgesetzt, um der pakistanischen Regierung Zeit für Verhandlungen mit der Islamistengruppe Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) zu geben. Ein Angriff der Aufständischen auf den Flughafen von Karachi am 9. Juni mit dutzenden Toten beendete aber die Friedensbemühungen.

Die US-Streitkräfte sehen in den Drohnenangriffen ein wichtiges Mittel im Kampf gegen die Extremisten, die auch in Afghanistan immer wieder Anschläge auf die internationalen Truppen verüben. Bei der Bevölkerung in Pakistan sind die Einsätze aber zutiefst verhasst, da sie oft auch unbeteiligte Zivilisten treffen. Die Regierung in Islamabad protestiert regelmäßig gegen die Angriffe, die sie als Verletzung der nationalen Souveränität betrachtet. Berichten zufolge kooperieren aber Militär und Geheimdienst hinter den Kulissen mit den USA. (AFP)

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