Pakistan : Musharraf lässt 3400 Gefange wieder frei

Nachdem die USA den pakistanischen Präsidenten Musharraf dazu drängte, wurden heute 3400 Menschen freigelassen. Das Schicksal des früheren Kricketstars und Oppositionspolitikers Imran Khan ist noch ungewiss.

Protest Foto: AFP
3400 Gefangene wurden heute von der pakistanischen Regierung freigelassen.-Foto: AFP

Die Regierung in Pakistan hat rund 3400 Menschen freigelassen, die im Zuge des Ausnahmezustands festgenommen oder unter Hausarrest gestellt worden waren.Die verbleibenden 2000 Regierungskritiker, die in diesem Zeitraum festgesetzt wurden, sollten ebenfalls bald auf freien Fuß gesetzt werden, sagte heute der Sprecher des Innenministeriums in Islamabad. Unter den bereits Freigelassenen waren demnach Juristen und Oppositionspolitiker. Zurück blieben "sehr wenige Gefangene", die Straftaten begangen hätten und sich um eine Freilassung auf Kaution bemühen könnten, teilte der Sprecher weiter mit. Zum Schicksal des früheren Kricketstars und Oppositionspolitikers Imran Khan machte er keine Angaben. Khan war nach seiner Festnahme offiziell des Aufrufs zu einem bewaffneten Aufstand beschuldigt worden.
  
Seit der Verhängung des Ausnahmezustands durch Präsident Pervez  Musharraf am 3. November waren insbesondere Juristen festgenommen worden, die die Proteste gegen den Staatschef anführten. Musharraf steht wegen des Ausnahmezustands auch außenpolitisch stark unter Druck. US-Vizeaußenminister John Negroponte hatte ihn während seines Pakistan-Besuchs am Wochenende gedrängt, alle während des Ausnahmezustands Festgenommenen freizulassen und die Verfassung wieder in Kraft zu setzen. (mit AFP)

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