Pakistan : Oppositionspolitiker ins Gefängnis gesperrt

Er forderte, dass Pakistans Präsident Musharraf wegen Verrats gehängt werden sollte. Jetzt wurde der Oppositionspolitiker Imran Khan verhaftet, offiziell beschuldigt und ins Gefängnis gebracht worden. Dem Regierungskritiker droht eine lebenslängliche Strafe.

Imran Khan
Der Oppositionspolitiker Imran Khan mit Studenten der Universität Lahore. -Foto: AFP

LahoreDer Ex-Kricketstar sei in Lahore im Rahmen der Anti-Terror-Gesetzgebung unter anderem des Aufrufs zu einem bewaffneten Aufstand, zivilen Ungehorsam und zum Hass beschuldigt worden, teilte die Polizei mit. Dafür droht dem Regierungskritiker eine Haftstrafe von sieben Jahren bis hin zu lebenslänglich. Khan sei in der vergangenen Nacht in das Gefängnis Kot Lakhpat, die größte Strafanstalt der Stadt, gebracht worden, sagte Lahores Polizeichef Malik Mohammad Iqbal.

Khan war am Mittwoch nach einem Überraschungsauftritt bei Studentenprotesten in Lahore festgenommen worden. Es war Khans erster öffentlicher Auftritt, nachdem er kurz nach der Verhängung des Ausnahmezustands durch Präsident Pervez Musharraf am 3. November aus dem Hausarrest geflohen und dann untergetaucht war. Der Oppositionspolitiker hatte nach Musharrafs Anordnung gefordert, der Militärmachthaber müsse wegen Verrats gehängt werden. (mit AFP)

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