Pakistan : Tote bei Anschlägen und US-Drohnenangriff

Bei zwei Selbstmordanschläge sind am Wochenende mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Durch einen US-Drohnenangriff starben weitere 13 Menschen.

IslamabadEin Attentäter sprengte sich heute in einem schiitischen Zentrum in der Stadt Chakwal in der Provinz Punjab in die Luft und riss mindestens 22 Gläubige mit in den Tod. 35 Menschen wurden bei der Explosion verletzt, wie die Polizei weiter erklärte. Demnach zündete der Mann den Sprengsatz als Sicherheitsleute ihn am Einganstor stoppen wollten. Die Opferzahl hätte weitaus höher sein können, da sich etwa 2000 Gläubige in dem Zentrum versammelt hatten.

Bei einem Selbstmordanschlag in der 100 Kilometer nördlich gelegenen Hauptstadt Islamabad waren am Vortag acht Soldaten getötet worden. In Pakistan kommt es immer wieder zu Vergeltungsaktionen von Extremisten der Sunniten und der schiitischen Bevölkerungsminderheit.

US-Drohnenangriff auf Grenzregion

In der nordwestlichen Region Nord-Waziristan kamen gestern 13 Menschen ums Leben, weil ein unbemannter Flugkörper der US-Luftwaffe Raketen auf ein Haus feuerte. Unter den Toten waren nach pakistanischen Angaben auch einige ausländische Extremisten. Die USA hatten 2008 den Raketenbeschuss auf Pakistan aufgenommen. Ihr Ziel sind Rückzugsräume der Taliban- und Al-Qaida-Kämpfer im Nordwesten des Landes. Bei bislang etwa 35 Angriffen sind offiziellen Angaben zufolge rund 350 Menschen zu Tode gekommen. (aku/rtr)

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