Pakistan : Tote bei Selbstmordanschlag in Islamabad

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein viel von Ausländern besuchtes Luxushotel in Islamabad sind mindestens zwei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden.

Islamabad - Bei den Toten des Anschlags auf das Marriott-Hotel in der pakistanischen Hauptstadt handelt es sich nach Regierungsangaben um den Attentäter und einen Wachmann. In unbestätigten Berichten war von drei Toten die Rede, die Behörden blieben aber bei ihren Angaben. Innenminister Aftab Ahmad Khan Sherpao sagte: "Der Selbstmordattentäter sprengte sich in die Luft, nachdem ein Wachmann des Hotels ihn aufhielt, als er ins Gebäude wollte." Der Minister machte "Feinde des Staates" für die Tat verantwortlich.

Zu der Explosion kam es an einem Seiteneingang des Hotels, der zu Veranstaltungssälen führt. In einem davon sollte am Abend ein Empfang der indischen Botschaft zum indischen Nationalfeiertag stattfinden. Die Regierung in Neu Delhi wirft der in Islamabad immer wieder vor, Terroristen zu unterstützen, die in Indien Anschläge verüben. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. In Pakistan verüben radikal-islamische Terroristen häufig Anschläge. Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf verurteilte den Anschlag und kündigte an, der Krieg gegen den Terrorismus werde fortgesetzt.

Polizei geht gegen Journalisten vor

Nach dem Attentat spielten sich am Hotel chaotische Szenen ab. Die Polizei ging mit Schlagstöcken gegen Journalisten vor, sechs Reporter wurden verletzt. Im Oktober 2004 waren bei einer Explosion in demselben Hotel sieben Menschen verletzt worden, darunter ein Italiener und ein US-Diplomat. Trotz der Anzeichen, die auf einen Anschlag hindeuteten, hatte die Regierung einen Kurzschluss als Ursache genannt. Das Marriott-Hotel gehört zu den besten Hotels in Islamabad.

Der private Sender Geo TV berichtete, paramilitärische Einheiten seien an anderen Hotels in der Hauptstadt in Stellung gebracht worden. Die Sicherheitskräfte in anderen Landesteilen seien in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

(tso/dpa)

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