Politik : Palästinenser bei Gefecht getötet

Gaza - Die Gewalt im Gazastreifen dauert an: Bei einem Feuergefecht mit israelischen Soldaten wurden am Sonntag zwei militante Palästinenser getötet. Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde fanden Sanitäter die Leichen in einem Dorf nahe Chan Junis im südlichen Teil des Palästinensergebiets. Es handele sich um Mitglieder der radikalen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Nach Angaben von Augenzeugen feuerten israelische Soldaten während des Feuergefechts im Grenzgebiet etwa 20 Panzergranaten auf palästinensisches Gebiet.

Eine israelische Armeesprecherin teilte am Sonntag mit, die Soldaten hätten in der Nähe des Grenzzauns zum Gazastreifen eine Gruppe von Palästinensern bemerkt, die dort Sprengsätze legen wollten. Mit Hilfe von Hubschraubern habe man das Feuer erwidert.

Innerhalb der letzten Woche hatten militante Palästinenser ihre Angriffe auf Israels Grenzorte erheblich verstärkt. Nach Angaben der Armee schlugen in dem Zeitraum 27 Raketen und Mörsergranaten auf israelischem Gebiet ein. Seit Jahresbeginn waren es etwa 230 solcher Geschosse. Am Samstag vor gut einer Woche hatte die israelische Luftwaffe fünf militante Palästinenser getötet, die dabei waren, einen Raketenangriff auf Israel vorzubereiten.

Angesichts der zuletzt wieder wachsenden Spannungen hat sich ein Anführer der radikal-islamischen Hamas am Wochenende zu einem beiderseitigen Waffenstillstand bekannt. Die Hamas und andere Gruppen stünden zu einer Vereinbarung aus dem vergangenen Jahr, sagte Mahmud al-Sahar. Darin erklärte seine Organisation den Verzicht auf Raketenangriffe auf Israel aus dem Gazastreifen heraus. dpa/rtr

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