Politik : Panik nach Seebeben in Südasien

Epizentrum wieder vor Sumatra / Dutzende Tote / Behörden geben nach Stunden teilweise Entwarnung

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Jakarta/Berlin Drei Monate nach der Tsunami-Katastrophe hat ein neues gewaltiges Seebeben im Indischen Ozean die Menschen in der Region in Panik versetzt. Nach Angaben des US-Erdbebeninstituts (USGS) erreichten die Erdstöße vor der indonesischen Insel Sumatra die Stärke von 8,2 auf der Richterskala; andere Institute gaben eine Stärke bis 8,7 an. Rund zwei Stunden nach dem Beben gab der meteorologische Dienst Indonesiens aber teilweise Entwarnung: Es sei wenig wahrscheinlich, dass es ohne Anzeichen für Tsunamis noch zu einer Flutwelle kommen werde, sagte ein Vertreter des geophysikalischen Instituts in der Hauptstadt Jakarta. Auch die thailändischen Behörden gaben drei Stunden danach Entwarnung.

Das Seebeben ereignete sich demnach um 18 Uhr 09 MESZ etwa 200 Kilometer vor der Küste Sumatras, wie das US-Erdbebeninstitut mitteilte. Die Regierungen Thailands und Sri Lankas lösten Tsunami-Alarm aus, Indien gab eine Tsunami-Warnung für den südlichen Bundesstaat Tamil Nadu aus, wie ein örtlicher Behördenvertreter sagte. Indonesien war von der Flutkatastrophe am 26. Dezember am schwersten betroffen. Das Beben am 26. Dezember hatte die Stärke 9,0; in den Flutwellen starben in den insgesamt elf betroffenen Staaten mindestens 273 000 Menschen.

Auf der Insel Nias südlich von Sumatra kamen nach Angaben des Vize-Behördenchefs Agus Mendrofa „dutzende Menschen“ ums Leben. Die Erdstöße hätten zudem schwere Sachschäden verursacht, sagte er. In der Inselhauptstadt Gumung Sitoli seien hunderte Häuser eingestürzt. Unter den Trümmern lägen viele Menschen. Tausende Einwohner seien auf umliegende Anhöhen geflohen. Straßen seien unpassierbar und öffentliche Gebäude schwer beschädigt.

Unmittelbar nach dem Beben wurden aus vielen Teilen Indonesiens panikartige Reaktionen der Bevölkerung gemeldet, vielerorts fiel der Strom aus. Die Großstädte Medan und Padang waren telefonisch nicht erreichbar. Die Erdstöße waren sogar in der hunderte Kilometer entfernten malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur zu spüren. In Banda Aceh auf Sumatra bebte die Erde minutenlang, wie Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe berichteten. Viele Menschen flüchteten aus der Küstenregion ins Landesinnere. Eine Sprecherin der Organisation sagte, Helfer aus Sri Lanka und Indonesien hingegen hätten keinen Alarm gegeben. „Das ist tendenziell ein gutes Zeichen. Der Flugverkehr von.

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