Politik : Papst: Abendmahl nur mit Katholiken Gegen offene Kommunion zum Ökumenischen Kirchentag

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Rom/Berlin (dpa/abi). Papst Johannes Paul II. will in einem Rundschreiben vor dem Missbrauch der Eucharistie warnen. Unter anderem wolle er betonen, dass beim Abendmahl das Brot und der Wein wahrhaftig in Leib und Blut Christi verwandelt werden, berichteten italienische Zeitungen am Freitag. Zeitgleich mit der so genannten Enzyklika sollen am 17. April zwei Schreiben veröffentlicht werden, in denen die Teilnahme von Nichtkatholiken am katholischen Abendmahl geregelt wird. Der Vatikan lehnt das gemeinsame Abendmahl beider Konfessionen ab, da die Protestanten der Feier nur symbolische Bedeutung zumessen. Nach Ansicht von Beobachtern können die päpstlichen Schreiben das ökumenische Klima zwischen Katholiken und Protestanten belasten. In Berlin wollen kirchliche Reformgruppen ungeachtet der Ablehnung durch die Bischöfe und den Vatikan an Gottesdiensten mit offener Kommunion festhalten. Anlässlich des Ökumenischen Kirchentages (ÖKT) vom 28. Mai bis 1. Juni in Berlin feiern die Initiativen „Wirsind-Kirche“ und „Kirche von unten“ zwei Gottesdienste mit gemeinsamem Abendmahl. Dies solle keine Provokation sein, so Sprecher Christian Weisner, aber in vielen Gemeinden sei dies längst üblich. Gerade vom ÖKT müssten sie daher als Hoffnungszeichen für die Ökumene ausgehen.

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