Politik : Papst gedenkt in Wien der Holocaust-Opfer

Wien - Papst Benedikt XVI. hat zum Auftakt seines dreitägigen Österreichbesuchs in Wien der Opfer der Judenvernichtung gedacht. Zusammen mit dem Wiener Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg verharrte er kurz in Stille vor dem Holocaust-Mahnmal am Judenplatz. Trotz strömenden Regens wurde Benedikt XVI. von tausenden Menschen begrüßt. Allerdings blieb die Zahl deutlich hinter den Erwartungen zurück. Unterdessen kritisierte die hannoversche Bischöfin Margot Käßmann die Haltung des Papstes zur Ökumene. „Ich sehe nicht, dass in dieser Amtszeit die Ökumene vorangekommen ist“, sagte sie. Benedikt XVI. musste seine erste Ansprache vor den Gläubigen am Platz am Hof wegen einer technischen Panne abbrechen. Während der Rede fiel die komplette Technik aus. Benedikts Reise in den Wallfahrtsort Mariazell in der Steiermark ist trotz der zugespitzten Hochwasserlage offenbar nicht gefährdet. Es bestehe kein Zweifel, dass der Papst komme, hieß es bei den Organisatoren. Unklar ist aber, wie die Busse mit den erwarteten 33 000 Pilger in den Ort gelangen sollen. ddp/dpa

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