Politik : Paris in Kontakt mit Piraten

Paris - Zwei Tage nach der Verschleppung der französischen Luxusjacht „Le Ponant“ vor der somalischen Küste hat die Regierung in Paris nach eigenen Angaben einen ersten Kontakt zu den Piraten hergestellt. „Die Sache könnte lange dauern“, sagte Außenminister Bernard Kouchner . Im Élysée-Palast beriet Präsident Nicolas Sarkozy mit Regierungs- und Armeevertretern über die Lage. Auf die Frage, ob Frankreich zur Zahlung eines Lösegeldes bereit wäre, sagte der Außenminister: „Wir werden sehen.“

Nach Angaben des Generalstabs in Paris wird die Jacht aus der Distanz von der französischen Fregatte „Le Commandant Bouan“ verfolgt, die im Rahmen des multinationalen Marine-Einsatzverbands Task Force 150 in der Region stationiert ist. Frankreich unterhält in Dschibuti die größte Militärbasis im Ausland. Darüber hinaus beteiligt sich die französische Marine an der Antiterrormission der US-geführten Task Force 150. Die 88 Meter lange und für 64 Passagiere ausgelegte Luxusjacht war am Freitag im Indischen Ozean, am Eingang des Golfs von Aden, von rund einem Dutzend Piraten geentert worden. An Bord war nur die Besatzung aus zweiundzwanzig Franzosen und zehn Ukrainern. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben