Politik : Parlament stürzt Regierung

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Podgorica/Belgrad (dpa). Die Regierung der kleineren jugoslawischen Teilrepublik Montenegro ist am Mittwoch durch ein Misstrauensvotum des Parlaments gestürzt worden. Den Misstrauensantrag hatte die separatistische Liberale Union (LS) gestellt, nachdem Regierungschef Filip Vujovic im März das Abkommen mit Serbien über eine lose Föderation statt des bisherigen Bundesstaates unterzeichnet hatte. Vujanovic hatte am 19. April selbst seinen Rücktritt erklärt, ihn aber umgehend zurückgezogen.

Montenegros Präsident Milo Djukanovic sprach sich für die Bildung einer Koalitionsregierung aus. Er sagte in einem Interview im serbischen Staatsfernsehen RTS in Belgrad, er werde der Sozialdemokratischen Partei (SDP) und der Liberalen Union den Vorschlag machen, mit seiner Demokratischen Partei der Sozialisten (DPS) die neue Regierung zu bilden.

Dieses Angebot sei „logisch und natürlich“, weil diese drei Parteien sich für die Erneuerung der montenegrinischen Staatlichkeit einsetzten, sagte Djukanovic. Montenegro werde jedenfalls die jetzige Politik der Reformen und der pro-europäischen Orientierung fortsetzen.

Djukanovic versicherte, dass er das von der Europäischen Union vermittelte Abkommen mit der Führung in Belgrad über die Fortsetzung des Bestehens der jugoslawischen Föderation mit Serbien respektieren werde.

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