Parteien : Was Politiker vom Jahr 2008 erwarten

Die eine hofft auf Kinderreichtum, der andere auf einen guten Wein. Die Erwartungen der Politiker ans neue Jahr - in Zitaten.

Bundestag
Wer setzt 2008 seine Ziele durch? -Foto: ddp

BerlinAuf die Frage "Von 2008 erwarte ich mir ...." antworteten ...

Gregor Gysi, Co-Fraktionschef der Linken im Bundestag:
"Ich freue mich, dass es das letzte Amtsjahr von US-Präsident George W. Bush ist und er endlich aufhören muss."

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD):
"... einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit."

DGB-Chef Michael Sommer:
"..., dass endlich der gesetzliche Mindestlohn von nicht unter 7,50 Euro pro Stunde kommt, weil jeder Beschäftigte einen gerechten Lohn braucht, der unabhängig macht von Fürsorgeleistungen."

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt:
"..., dass die Bundesregierung auf den Pfad der wirtschaftspolitischen Vernunft zurückkehrt und die weiterhin dringend notwendigen Reformen vorantreibt. Vor allem darf die unselige Debatte über weitere Branchen-Mindestlöhne keine Fortsetzung erfahren. Das Desaster bei der Post sollte allen Beteiligten eine Warnung sein!"

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU):
"... einen guten Weinjahrgang 2008."

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU):
"... Maß und Mitte und die weiterhin konsequente Absage an politische und wirtschaftliche Extreme."

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU):
"..., dass es die Trendwende wird zu einem kinderreichen Land."

SPD-Chef Kurt Beck:
"..., dass wir insgesamt in der Republik erreichen, die Mehrzahl der Menschen stärker an dem, was wir wirtschaftlich erarbeitet haben, zu beteiligen. Und privat nehme ich mir erneut vor, ein bisschen gesünder zu leben, als ich das 2007 entgegen meiner Vorsätze getan habe."

FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle:
"Ganz einfach, aber doch so wertvoll: Glück und Gesundheit. Vielleicht ein spießiger Wunsch. Aber wenn das fehlt, ist alles nichts. Mein politischer Wunsch für das Jahr 2008 ist, dass die Deutschen einen Beitrag dazu leisten, dass es nicht zu einer neuen Aufrüstungsspirale in Europa kommt. Diese Gefahr wird in Deutschland bedauerlicher Weise ignoriert und unterschätzt."

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU):
"... eine friedliche Welt. Ebenfalls hoffe und wünsche ich, dass unsere Soldatinnen und Soldaten von ihren Einsätzen für den Frieden gesund wieder nach Hause zurückkehren. Sie leisten mit ihrem Einsatz auch einen entscheidenden Beitrag für die Sicherheit Deutschlands."

Oskar Lafontaine, Partei- und Fraktionschef der Linken:
"2008 müssen die Löhne endlich wieder real steigen, die Tarifabschlüsse also deutlich über der Inflationsrate liegen. Es muss Schluss sein mit den Rentenkürzungen. Niemand soll in Angst vor Armut im Alter leben. Alle deutschen Soldaten sollen Weihnachten 2008 zu Hause feiern können, weil die Auslandseinsätze beendet werden."  (feh/dpa)

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