Parteienvereinigung : Countdown für "Die Linke"

Kurz vor der morgigen Fusion halten WASG und die Linkspartei/PDS heute ihre letzten eigenständigen Parteitage ab. Am Samstag konstituiert sich offiziell die neue Partei "Die Linke".

Lafontaine Bisky
Die designierten Vorsitzenden der neuen Partei "Die Linke": Oskar Lafontaine und Lothar Bisky. -Foto: dpa

BerlinKurz vor der Fusion mit der WASG hat in Berlin der letzte Parteitag in der Geschichte der Linkspartei/PDS begonnen. Ab Mittag hält auch die WASG in einer angrenzenden Halle ihren letzten Parteitag ab. Um Mitternacht tritt der Verschmelzungsvertrag in Kraft, mit dem sich die beiden Parteien zur gesamtdeutsch ausgerichteten Partei "Die Linke" zusammenschließen.

Am Samstag konstituiert sich die neue Partei offiziell. Dazu kommen die je 398 Delegierten erstmals unter einem Dach zusammen. Für eine Übergangszeit von drei Jahren ist eine Doppelspitze vorgesehen. Designierte Vorsitzende sind Oskar Lafontaine und Lothar Bisky. Seit Ende 2005 stellen Linkspartei und WASG bereits eine gemeinsame Bundestagsfraktion.

Während sich die WASG erst 2004 gründete, geht für die Linkspartei/PDS eine 17-jährige Geschichte zuende. So wird am Freitag der langjährige Ehrenvorsitzende Hans Modrow zum letzten Mal die Eröffnungsrede halten. Das letzte Wort hat am Abend im Namen der Linkspartei Fraktionschef Gregor Gysi.

Beide Parteitage wählen am Freitag ihre Kandidaten für den künftigen Vorstand. Die Linkspartei bringt rund 60.000 Mitglieder ein, gut fünf Mal mehr als die vor allem im Westen verankerte WASG. Wie die Doppelspitze werden auch die Führungsgremien zunächst paritätisch besetzt. Zudem stellen die Landesverbände der alten Bundesländer noch bis 2012 zusammen knapp 42 Prozent der Parteitagsdelegierten, weit mehr als ihnen nach Mitgliedern zustünde. (mit ddp)

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