Parteitag : Neuer SPD-Vorstand ist komplett

Nach der Wahl des neuen SPD-Chefs Sigmar Gabriel hat die SPD auf ihrem Dresdner Parteitag am Samstag auch die erweiterte Parteispitze neu gewählt.

DresdenInsgesamt werden 37 Vorstandsmitglieder gemeinsam mit der achtköpfigen engeren Spitze die SPD führen. Das beste Ergebnis bei den Vorstandswahlen erzielte Thyssen-Krupp-Betriebsratschef Thomas Schlenz mit 458 Stimmen - allerdings erst im zweiten Wahlgang, nachdem Parteichef Gabriel mit eindringlichen Worten die Wahl des Gewerkschafters angemahnt hatte. Im ersten Wahlgang war Schlenz noch mit 208 Stimmen klar durchgefallen.

Nicht wiedergewählt wurde die frühere stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer; sie erhielt im zweiten Wahlgang lediglich 133 Stimmen. Die 66-Jährige war seit 1986 Mitglied im SPD-Vorstand.

Nicht mehr in der Parteispitze ist der bisherige SPD-Vize Frank-Walter Steinmeier, der den Fraktionssitz übernahm. Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der ebenfalls Parteivize war, trat nicht mehr für ein Parteiamt an. Auch die ehemaligen Bundesminister Ulla Schmidt, Brigitte Zypries, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Wolfgang Tiefensee kandidierten nicht mehr, ebenso wie Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse sowie die Parteilinken Andrea Ypsilanti und Hermann Scheer. Der bisherige Generalsekretär Hubertus Heil schied ebenfalls aus der Parteispitze aus; er ist nun stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag.

Das beste Ergebnis des ersten Wahlgangs erhielt die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen (423 Stimmen), es folgte der saarländische SPD-Vorsitzende Heiko Maas (382 Stimmen). Der hessische Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel und die niedersächsische Bundestagsabgeordnete Edelgard Bulmahn kamen danach auf jeweils 377 Stimmen.

Damit ist der 45-köpfige Parteivorstand, der für zwei Jahre gewählt wurde, komplett: Er besteht aus Parteichef Gabriel, den stellvertretenden Vorsitzenden Hannelore Kraft, Olaf Scholz, Manuela Schwesig und Klaus Wowereit, Generalsekretärin Andrea Nahles, Schatzmeisterin Barbara Hendricks, dem EU-Beauftragten Martin Schulz sowie den 37 so genannten Beisitzern. (smz/AFP)

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