Parteivorsitz : Huber bei CSU-Anhängern weit vorne

Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber hat sich im Kampf um den CSU-Vorsitz gegenüber Horst Seehofer einen deutlichen Umfrage-Vorsprung erarbeitet. Auch die CSU selbst kann sich freuen: Sie kommt laut ZDF-"Politbarometer" wieder auf 56 Prozent.

Huber
Vor dem Karrieresprung: Bayerns Wirtschaftsminister Huber. -Foto: ddp

München/MainzIm Machtkampf um den CSU-Vorsitz liegt dem ZDF-"Politbarometer" zufolge der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber in der Gunst der CSU-Anhänger deutlich vor Bundesagrarminister Horst Seehofer. Die am Donnerstag veröffentlichte Umfrage ergab, dass 48 Prozent der CSU-Anhänger Huber als Nachfolger des scheidenden CSU-Chefs Edmund Stoiber bevorzugen. Für Seehofer sprachen sich 30 Prozent aus, wie der Sender berichtete. Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli (CSU) bekam nur sechs Prozent.

Die Umfrage stammt nach Angaben der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Montag bis Mittwoch dieser Woche. Damit berücksichtigt sie mögliche Folgen des umstrittenen Vorstoßes von Pauli für befristete Ehen. Der neue CSU-Vorstand wird am Samstag auf dem Parteitag in München gewählt.

Zufriedenheit mit Stoiber groß

Die Umfrage ergab ferner, dass die CSU derzeit bei Landtagswahlen mit einem Ergebnis von 56 Prozent rechnen könnte. Die SPD liegt in Bayern bei 22 Prozent, die Grünen kommen auf neun. FDP und Freie Wähler liegen mit jeweils vier Prozent in Bayern unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die Linke kommt auf drei Prozent.

Überwiegend positive Noten erhält auch der scheidende Ministerpräsident Edmund Stoiber. So erklärten 77 Prozent im Freistaat, dass Stoiber seine Sache als Regierungschef gut gemacht habe. 17 Prozent bewerten die Arbeit als eher schlecht, sechs Prozent waren unschlüssig. Das Lob für Stoiber sei dabei "aus allen Lagern" gekommen, selbst zwei Drittel der SPD-Anhänger beurteilten sein Wirken als "eher positiv". (mit ddp)

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