Politik : Peking verdächtigt Uiguren

Peking - Nach dem tödlichen Zwischenfall am Pekinger Tiananmen-Platz fahnden Chinas Behörden offenbar nach Verdächtigen aus der westlichen Unruheregion Xinjiang. Hotels seien mit Polizeiwarnungen auf zwei mutmaßliche Beteiligte und vier Auto-Nummernschilder aus der von muslimischen Uiguren bewohnten Wüstenprovinz hingewiesen worden, berichtete die regierungstreue Zeitung „Global Times“. Im Online-Netzwerk Sina Weibo wurden Suchanfragen nach Begriffen wie „Tiananmen“ zensiert. Nach Darstellung der Polizei war am Montag ein Geländewagen vor der Verbotenen Stadt in Peking in eine Menschenmenge gefahren und in Brand geraten. Alle drei Insassen und zwei Touristen wurden demnach getötet, fast 40 weitere verletzt. Das ohnehin strikt überwachte Areal rings um den symbolträchtigen Tiananmen-Platz, Schauplatz der 1989 niedergeschlagenen Studentenproteste, wurde daraufhin weiträumig abgesperrt. AFP

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