Politik : Peking verhindert Gedenken

Peking - Die chinesischen Behörden haben am Montag mit harten Sicherheitsmaßnahmen ein öffentliches Gedenken an die Niederschlagung der Proteste auf dem Tiananmen-Platz in Peking vor 23 Jahren verhindert. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden hunderte Regierungskritiker aus der Hauptstadt weggebracht. China zeigte sich verärgert über die Aufforderung der US-Regierung, alle noch inhaftierten Teilnehmer an den Protesten von 1989 freizulassen. In Hongkong erwarteten Organisatoren zehntausende Teilnehmer zu einer abendlichen Gedenkveranstaltung für die Opfer. In der autonom regierten Sonderverwaltungsregion, die seit 1997 zu China gehört, sind solche Proteste weiter erlaubt. Eine Woche nach der Selbstverbrennung von zwei Tibetern in Lhasa war auch die Lage in der tibetischen Hauptstadt höchst angespannt. Eine unbekannte Anzahl von Tibetern wurde festgenommen, berichtete die Organisation International Campaign for Tibet (ICT). Wegen eines hohen buddhistischen Feiertags am Montag wurden die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft. Touristen mussten ihre Hotels im Zentrum von Lhasa räumen, wie Hotelmitarbeiter und Touristen berichteten. Es gebe eine starke Präsenz von Sicherheitskräften in den Straßen. AFP/dpa

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